Sind Dackel gesunde Hunde?

Wer sich die Lebenserwartung eines Dackels ansieht, wird feststellen, dass er mit 12-16 Jahren durchaus zu den langlebigen Vierbeinern im Hundereich zählt. Dies ist natürlich auch ein Hinweis darauf, dass viele Rassevertreter sehr gesunde und agile Hunde sind. Allerdings solltest Du Dich mit den rassetypischen Krankheiten trotzdem auseinandersetzen. Damit Du sie schnell erkennen und rechtzeitig handeln kannst. Denn viele Leiden lassen sich vermeiden, abmildern oder beheben, wenn eine frühzeitige Therapie erfolgt. Auch die Auswahl des richtigen Hundes beeinflusst seine Langlebigkeit und Gesundheit. So solltest Du z.B. nur bei seriösen Züchtern kaufen.

Ein beschwerdefreier Dackelalltag, leider nicht immer realisierbar!

Umgeben von liebevollen Menschen und geprägt von Spiel, Spaß und Abenteuer, genießt der Dackel sein unbeschwertes Hundeleben.

Doch früher oder später ist es so weit, dem kleinen Liebling steht sein erster Tierarztbesuch bevor.

Bestenfalls findet dieser bereits vor der Geburt, als Vorsorgeuntersuchung der noch trächtigen Hündin statt.

Solche Termine sind ohne Frage ein wichtiger Bestandteil, um optimale Voraussetzungen für ein sorgenfreies und gesundes Dackeldasein zu schaffen.

Dackel beim Tierarzt
Auch beim Tierarzt wird der Dackel heute mit den modernsten Geräten diagnostiziert.

Komplikationen, die während des Werfens ungeahnt entstehen könnten, werden durch fortschrittliche Diagnostikverfahren auf ein Minimum reduziert.

Ist ein Kaiserschnitt unumgänglich, kann dieser im Voraus geplant und die nötigen Maßnahmen getroffen werden.

Anschließend steht der erste – reale – Besuch beim Doktor binnen weniger Wochen ins Haus.

Durch die besonders hohe Gefahr sich als Welpe schon im Mutterleib mit Würmern zu infizieren, erfolgt die Erstentwurmung mit ca. 2 Wochen.

Es wird angeraten diese kontinuierlich in zyklischen Abständen aufzufrischen, um schwerwiegende Folgen durch Parasitenbefall für den Dackelnachwuchs zu vermeiden.

Von Jung bis Alt – der Veterinär des Vertrauens

Ein Tierarzt ist gleichermaßen im Welpenalter, wie auch auf dem späteren Lebensweg, ein kompetenter Ansprechpartner für die verschiedensten Belange.

Aus diesem Grund ist eine Vertrauensbasis zwischen Hund, Halter und Veterinär von zentraler Bedeutung. Doch wann ist es so weit, woran erkennt der Dackelbesitzer, dass ein fachkundiger Rat von Nöten ist?

Wann muss ein Dackel zum Tierarzt?

kranker Dackel
Verhält sich Dein Dackel auffallend ruhig, teilnahmslos oder ungewohnt, dann ist häufig der Gang zum Tierarzt notwendig!

Erste Anzeichen sind atypische Verhaltensweisen und ungewohnte Abläufe. Treten unübliche Merkmale wie Teilnahmslosigkeit oder Fressunlust zum Vorschein, sollte die Praxisnummer stets griffbereit aufbewahrt werden.

Weitere Vorkehrungen beinhalten, den Dackel präzise zu beobachten und bei zunehmenden Auffälligkeiten einen telefonischen Rat einzuholen.

Bei unklaren und schwerwiegenden Beschwerden ist ein sofortiger Besuch vor Ort unausweichlich, wenn nötig auch ohne vorherige Absprache!

Dackel Ingo nach einer Operation mit verschiedenen Komplikationen in einem Rolli.
Dackel Ingo nach einer Operation mit verschiedenen Komplikationen in einem Rolli.

Hierbei ist es wichtig zu bedenken, je eher das fachkundige Personal von der bestehenden Symptomatik erfährt, desto besser wird es sich auf den Patienten einstellen und ihn in Empfang nehmen können.

Vor allem bei Notfällen wie einem anaphylaktischen Schock, als Folge einer allergischen Reaktion auf einen Insektenstich, kann dies über Leben und Tod entscheiden.

Weitere Beispiele, wann es Zeit für den Tierarzt ist:

  • wenn ungewohnte Verhaltensweisen auftreten (Teilnahmslosigkeit, Aggressivität).
  • sich Fress- oder Trinkverhalten gravierend ändern.
  • bei offensichtlicher Lahmheit, Schonhaltungen oder Lähmungserscheinungen.
  • bei Verletzungen und Blutungen.
  • nach einer Beißerei mit einem anderen Hund.
  • Parasiten entdeckt oder vermutet werden.
  • Haarausfall, kahle Stellen, Schuppen oder sonstige Fellveränderungen.
  • Getrübte oder stark tränende Augen.
  • bei vermuteter oder bestätigter Vergiftung.
  • nachdem ein Giftköder (z.b. auch mit Rasierklingen gespickt) geschluckt wurde.
  • der Dackel mit dem Hinterteil „Schlitten fährt“.
  • Langanhaltender oder auffällig wirkender Durchfall oder Erbrechen (z.B. mit Blutbeimengungen).
  • Stark gefärbter Urin oder sehr häufiger oder seltener Urinabsatz.
  • Entzündungen im Mundraum, abgebrochene Zähne, Zahnstein, starker Mundgeruch.
  • Blasses bis weißes Zahnfleisch und Schleimhäute (Achtung: Kreislaufversagen droht!)

Natürlich solltest Du mit Deinem Dackel auch immer dann einen Tierarzt aufsuchen, wenn Dir irgendetwas seltsam oder nicht richtig erscheint. Oder Du vielleicht noch unsicher bist, was Du erst einmal zu Hause beobachten kannst und was nicht.

Welche Tierarztkosten können entstehen?

Leider ist im Vorfeld nicht absehbar, ob Dein Dackel nur zu seinen Pflichtimpfungen dem Tierarzt die Pfote gibt, oder Dauergast im Wartezimmer wird.

Es gibt Dackelerkrankungen, die chronisch und langwierig werden können und ein Dackelleben lang Kosten verursachen. Einige Krankheitsbilder (z.B. die Dackellähme) können neben teuren OPs ebenfalls Langzeitfolgen verursachen und erhebliche Tierarztrechnungen nach sich ziehen.

Einige Hundehalter berichten, dass ihr Vierbeiner beim Tierarzt die Kosten eines Kleinwagens im Laufe seines Lebens verursacht hat. Dies sind jedoch glücklicherweise Ausnahmen.

Trotzdem muss bedacht werden, dass zum Beispiel eine OP (je nach Schwere/Aufwand) durchaus Kosten im dreistelligen oder sogar vierstelligen Bereich bedeutet kann. Ist Dein Dackel gesund, so muss er aber eigentlich nur zu Vorsorgeterminen in der Praxis erscheinen, zu den Impfungen oder falls eine Wurmkur ansteht.


Dackeltypische Krankheiten – von Teckellähme bis Epilepsie

Krankheiten, die vor allem rassetypisch ihr Vorkommen finden, sind auch bei den beliebten Dackeln leider keine Seltenheit! Somit gehören:

zu den am geläufigsten und sehr häufig auftretenden Beeinträchtigungen.

Dackel Untersuchung Tierarzt
Dieser Dackel hat eine Ohren-Untersuchung beim Tierarzt.

Leichte bis sehr starke Ausprägungen werden beobachtet, die in ihren Verläufen sehr vielfältig sind.

Wichtig: Natürlich erkrankt nicht jeder Dackel an den hier genannten Krankeiten. Es herrscht aber eine gewisse Rassedisposition.


Herzerkrankungen beim Dackel

Beim Dackel kommen manchmal Verkürzungen oder Verdickungen der Herzklappen vor. Oft gehen diese Beeinträchtigungen mit einer Herzmuskelschwäche einher und treten eher bei Hunden mittleren Altes oder älteren Hunden auf.

Symptome für Herzprobleme sind unter anderem:

  • Dein Hund ist kurzatmig
  • Er hustet häufig, z.B. bei Aufregung, nach körperlicher Anstrengung oder wenn er sich über etwas freut.
  • Lustlosigkeit
  • Der Hund frisst nicht gut (evtl. Gewichtsverlust)
  • Ruhelosigkeit
  • Der Dackel tigert nachts oft durch die Gegend
  • Häufig müde

Hunde mit Herzklappenfehler sollten salzarm ernährt werden und Übergewicht gilt es unbedingt zu vermeiden. Bewegung ist ebenso wichtig, sollte jedoch nicht übertrieben werden und muss an die Kondition des eigenen Vierbeiners angepasst sein.

Dackellähmung

Die Teckellähme (klicken für ausführlichen Artikel), die eine deutliche Bewegungsstörung der betroffenen Hunde nach sich zieht, ist ein Bandscheibenvorfall der eine Knorpelwachstumsstörung (Chondrodystrophie) aufweist.

Harnsteine

Harnsteine scheinen generell bei kleinwüchsigen Hunderassen mit einem Gewicht unter 15kg vermehrt aufzutreten.

Harnsteine sind kleine Kristalle, die sich in der Blase oder unteren Harnwegen finden. Sie können mit der Zeit größer werden und zu echten Problemen führen. Gründe für Harnsteine sind vielfältig. Zu den möglichen Verursachern zählen neben diversen Grunderkrankungen (z.B. Herz- und Lebererkrankungen) auch folgende Faktoren:

  • Der Hund trinkt sehr wenig. Dies führt zu sehr konzentriertem Urin
  • Harnwegsinfektionen begünstigen die Bildung von Harnsteinen durch den veränderten pH-Wert
  • Zu mineralstoffreiche Ernährung, z.B. durch die Gabe von Nahrungsergänzungsmitteln oder falsche Ernährung

Sind die Harnsteine klein genug, werden sie mit dem Urin ausgeschieden und verursachen meist keine Beschwerden. Darum wird das Problem oft erst erkannt, wenn es zu eindeutigeren Symptomen kommt:

  • Der Dackel uriniert sehr wenig (manchmal nur ein Tröpfeln)
  • Häufiges Wasserlassen
  • Er hat Schmerzen beim Urinieren
  • Inkontinenz
  • Es zeigt sich Blut im Urin
  • Er reagiert empfindlich oder mit Schmerzäußerungen, wenn er am Unterbauch gestreichelt wird.

Gefährlich und richtig schmerzhaft wird es, wenn Harnsteine die Harnwege blockieren. Dies kann den Tod zur Folge haben, weshalb beim Verdacht von Harnsteinen oder den oben genannten Symptomen umgehend ein Tierarzt zu Rate gezogen werden sollte. Dieser kann mittels Urinuntersuchung und Ultraschall oft schnell feststellen, ob der Dackel tatsächlich an Harnsteinen leidet.

Hinweis: Rüden erkranken hier häufiger als Hündinnen.

Epilepsie

Epilepsie ist eine Störung des zentralen Nervensystems, die mit unvorhersehbaren Muskelkrampfanfällen und teilweise mit Bewusstseinsstörungen einhergeht. Die Diagnose erfolgt oftmals durch ein Ausschlussverfahren.

Ein Dackel, der gerade einen Anfall erleidet ist nicht mehr ansprechbar. Manchmal treten die Krämpfe sehr plötzlich auf, oftmals erkennen Besitzer aber an kleinen Verhaltensänderungen, dass gleich ein Anfall bevorsteht. Die Dauer kann von wenigen Sekunden bis hin zu eingien Minuten dauern.

Leider gibt es bisher keinen Test, um Dackel auf Epilepsie testen zu lassen. Dies ist womöglich auch dem Umständ geschuldet, dass mehrere Gene bei der Vererbung der Krankheit eine Rolle spielen. Eine gezielte Zuchtauslese ist nach momentanem Kenntnisstand daher nicht möglich. Es können sogar Dackel die Krankheit in sich tragen und auch weitervererben, ohne jemals selbst zu erkranken oder Symptome zu zeigen.

Mit Hilfe von Medikamenten können viele betroffene Hunde jedoch sehr gut eingestellt werden und die Stärke der Anfälle wird abgeschwächt. Manchmal treten sie auch gar nicht mehr auf.

Cushing-Syndrom / Morbus Cushing

Eine hormonell bedingte Erkrankung des Hundes stellt das Cushing-Syndrom dar. Nicht wenige Hunde erleiden infolge ein Diabetes mellitus.

Morbus Cushing ist eine sehr ernstzunehmende Krankheit, bei der sich der Gesundheitszustand oft rapide verschlechtert und die Lebenserwartung drastisch verkürzen kann. Verantwortlich für die Erkrankung ist das Stresshormon Kortisol, was kranheitsbedingt in viel zu hohen Konzentrationen vorliegt. Die Überproduktion kann durch diverse Tumore ausgelöst werden, z.B. an den Nebenieren oder im Gehirn. Meistens sind ältere Hunde vom Cushing-Syndrom betroffen und Hündinnen etwas häufiger als Rüden.

Für Cushing gibt es keine eindeutigen Symptome, was es für den Besitzer schwierig machen kann, es rechtzeitig zu entdecken. Einzelne Symptome können nämlich auch auf andere Krankheiten oder Probleme hindeuten.

Wenn Du aber bei kleineren Auffälligkeiten sowieso immer einen Tierarzt aufsuchst, hat der Dackel gute Chancen, dass seine Krankheit rechtzeitig entdeckt wird.

Hinweise auf Morbus Cushing sind beispielsweise:

  • Stammfettsucht (der Dackel hat einen richtigen Hängebauch und es kann so aussehen, als wäre er übergewichtig).
  • Vermehrtes Durstgefühl
  • Gesteigerter Appetit
  • Häufiges Urinieren
  • Fellveränderungen, wie schütteres und dünnes Haar
  • Hautverfärbungen
  • Kahle Stellen im Fell
  • Hündinnen werden unter Umständen nicht mehr läufig

Um eine entsprechende Therapie einzuleiten, wird der Tierarzt zunächst die genaue Ursache herausfinden. Denn die Behandlungsmöglichkeiten können variieren. Sie reichen von Medikamentengabe bis hin zur Entfernung der entsprechenden Tumore.

Bei einer frühzeitigen Erkennung kann die Lebensqualität des Dackels deutlich verbessert werden und er hat durchaus noch einige schöne Jahre vor sich. Wird Cushing allerdings nicht behandelt, führt es immer zum Tode.

Augen und Hauterkrankungen

Augen- und Hauterkrankungen sind ebenso oft anzutreffende Leiden, die von leichten Beschwerden bis zur völligen Erblindung oder dem Komplettverlust des Haarkleides gezeichnet sind.

Weitere (Erb-)Krankheiten beim Dackel

Erbkrankheiten bei Dackel
Welche Erbkrankheiten sind bei Dackel häufig vorzufinden?

Die Glasknochenkrankheit, PRA, NCL und Maligne Hyperthermie sind Erbkrankheiten, die für Teckel eine vordergründige Rolle spielen.

Glasknochenkrankheit

Tiere mit der Diagnose Glasknochenkrankheit werden grundsätzlich euthanasiert (eingeschläfert), eine verantwortbare Lebensqualität ist durch die extreme Zerbrechlichkeit von Knochen und Zähnen so gut wie ausgeschlossen.

Beide Elternteile müssen für die Weitergabe Anlagenträger sein.

Nur dann leiden die Welpen an dieser heimtückischen Krankheit. Kranke Hunde sind immer reinerbig. Bei mischerbigen Dackeln tritt die Glasknochenkrankheit hingegen nicht zu Tage. Der Hund hat demnach keinerlei Symptome und ist gesund, ist aber eben Träger und somit möglicher Vererber des fehlerhaften Gens.

Ein Gentest gibt Hoffnung. Träger der Glasknochenkrankheit können damit bereits vor Zuchteinsatz entdecken werden. Solche Tiere gehen dann selbstverständlich nicht in die Zucht oder werden nur mit Nicht-Trägern verpaart. Damit wird gewährleistet, dass zumindest kein Welpe später reinerbig geboren wird und erkrankt.

Das langfristige Ziel es DTK ist es jedoch, nur Hunde, die negativ getestet wurden für die Zucht zuzulassen.

PRA (progressive Retina-Atrophie)

Wird auch als Netzhautschwund der Augen bezeichnet. Die Netzhaut stirbt auf beiden Seiten kontinuierlich ab und führt im Endstadium zur völligen Erblindung.

NCL (neuronale Ceroid-Lipofuszinose)

Äußert sich durch Einlagerung von Ceroid und Lipofuszin in die Nervenzellen, wobei das Nervensystem irreparabel zerstört wird. Es besteht keine Hoffnung auf Genesung, der Prozess endet mit dem Tod des Tieres.

Maligne Hyperthermie

Ist sehr heimtückisch, diese Form von Erbkrankheit kommt unter Anästhesie des Dackels zum Vorschein. Eine Stoffwechselstörung der Skelettmuskulatur kann bei Gabe bestimmter Narkosemedikamente ohne Gegenmaßnahme in kürzester Zeit zum Kreislaufzusammenbruch und Herzstillstand führen.


Welche Krankheiten verkürzen die Lebenserwartung meines Dackels?

Viele Krankheiten beim Hund heilen folgenlos aus und sind oft nicht weiter dramatisch. Allerdings können dem Dackel auch kleinere Wehwehchen durchaus gefährlich werden. Nämlich immer dann, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt werden oder unbehandelt bleiben.

Ein gutes Beispiel sind Parasiten wie Würmer, Flöhe oder Zecken. Normalerweise können sie rasch beseitigt werden. Ein Spot-on oder eine Wurmkur entfalten ihre Wirkung sehr schnell, befreien den Hund von Plagegeistern und schützen ihn vor Folgekrankheiten, Nährstoffmangel oder Abmagerung. Wird ein Befall jedoch nicht behandelt, können die Hunde im schlimmsten Fall sogar versterben.

Infektionskrankheiten sind ebenfalls ein Risikofaktor. Zum Glück kannst du den Dackel aber vor vielen dieser Hundekrankheiten mit einer Impfung schützen.

Viele Faktoren wirken sich negativ auf die Lebenserwartung aus. Beispielsweise:

  • Erbkrankheiten
  • Krebsleiden und andere Tumore
  • Zwingerhaltung / häufig alleine / kein Familienanschluss
  • Allergien
  • Minderwertige Futter- und Wasserqualität
  • Mangelnde Bewegung
  • Wenig mentale Beschäftigung
  • Übergewicht
  • Nicht artgerechte Haltungsbedingungen (z.B. mangelnde Hygiene von Utensilien)
  • Parasitenbefall
  • Infektionskrankheiten
  • Mangelnde Pflege
  • Chronische Krankheiten
  • Unfälle
  • Altersleiden
  • Zu viele Leckerlis / Futter vom Tisch
  • Häufiges Treppensteigen / Springen
  • Zahnstein

Hilfe, mein Dackel übergibt sich!

Es gibt zahlreiche eher harmlose Gründe, warum Dein Dackel sich womöglich übergibt. Dazu zählen:

  • Der Abstand zwischen den Mahlzeiten ist zu groß. Der Dackel erbricht gelbe Gallenflüssigkeit.
  • Angst / Stress
  • Welpen übergeben sich manchmal und fressen die Nahrung anschließend wieder. Dies ist unappetitlich, aber nicht bedenklich.
  • Dein Dackel hat eine Magenverstimmung und frisst Gras, welches Würgereiz auslöst. Nachdem sich der Hund übergeben hat, geht es ihm meist wieder gut.
  • Bei sensiblen Hunden kann zu kaltes Futter zu Erbrechen führen. Angebrochenes Futter aus dem Kühlschrank immer auf Raumtemperatur bringen, ehe Du es verfütterst.
  • Dein Dackel ist ein kleiner Gierschlund und verputzt seine Mahlzeiten im Nullkommanichts. Dadurch gelangt viel Luft in den Bauchraum.

Sind die Abstände zwischen zwei Fütterungen zu groß, so fülle den Napf einfach bereits ein wenig früher. Du kannst die Gesamtmenge auch auf mehrere Mahlzeiten aufteilen. Fütterst Du einmal, biete stattdessen zweimal einen gefüllten Napf an. Bei zwei Fütterungen kannst du eine kleine dritte Zwischenmahlzeit füttern.

Im Handel gibt es außerdem spezielle Näpfe, welche die Nahrungsaufnahme verlangsamen und Deinen Hund so am Schlingen hindern können.

Natürlich gibt es auch krankheitsbedingte Gründe für Erbrechen beim Dackel. Weshalb Du Deinen Hund immer genau beobachten solltest. War es nur eine kleine Magenverstimmung oder Hunger, so bleibt es oft beim einmaligen Übergeben. Erbricht Dein Dackel hingegen gleich mehrmals oder länger als 1-2 Tage, dann nichts wie ab in die Praxis.

Denn es könnten auch folgende Ursachen dahinterstecken:

  • Vergiftung
  • Diabetes
  • Magen-Darm-Probleme, wie Entzündungen
  • Parasiten
  • Tumore
  • Verschluckter und womöglich feststeckender Fremdkörper
  • Infektionskrankheit

Außerdem ist der Besuch beim Tierarzt angeraten, wenn:

  • Du Würmer im Erbrochenen siehst. Der Befall ist bereits sehr weit fortgeschritten, wenn dies geschieht, und sollte darum umgehend behandelt werden.
  • Dein Dackel Schwierigkeiten beim Atmen hat oder Du Atemgeräusche hörst.
  • Du Blut im Erbrochenen siehst.
  • Dein Vierbeiner dauernd würgt, aber einfach nichts kommt (Fremdkörper!).
  • Du eine Vergiftung vermutest.

Durchfall beim Dackel

Hat Dein Dackel auf seiner Gassirunde einmal etwas dünneren Kotabsatz, so musst Du Dir zunächst nicht allzu viele Sorgen machen. Es gibt viele harmlose Ursachen für Durchfall bei Hunden und oft handelt es sich um eine einmalige Angelegenheit oder ist spätestens nach 24-48 Stunden ausgestanden.

Zu den Ursachen für Durchfall zählen beispielsweise:

  • Abrupte Futterumstellung
  • Zu kaltes Futter (z.B. angebrochene Futterdose direkt aus dem Kühlschrank)
  • Stress oder ungewohnte Umgebung (bei sensiblen Hunden)
  • Parasiten (Würmer oft die Verursacher, manchmal findest Du auch Wurmeier oder Wurmteile im Kot)
  • Infektionskrankheiten
  • Futtermittelallergie
  • Sehr fetthaltige Speisen verursachen manchmal flüssigen Kotabsatz
  • Vergiftung

Wie kann ich Durchfall beim Dackel behandeln?

Was Du bei Durchfall tun kannst? Zunächst einmal solltest Du dem Dackel sein Futter entziehen und somit vorübergehend auf Nulldiät setzen. Dazu gehört auch, dass es keine Trainingsleckerchen gibt und auch keine Kausnacks zwischendurch.

Frisches Trinkwasser sollte aber selbstverständlich weiterhin jederzeit zur Verfügung stehen!

Hast Du Würmer im Kot entdeckt, kontaktiere den Tierarzt und hole eine Wurmkur für deinen Dackel in der Praxis ab. Danach ist der Spuk oft schnell vorbei.

Nach ein oder zwei Tagen kannst Du dem Dackel langsam leichte Kost anbieten. Dazu eignet sich Reis mit magerer Hühnchenbrust sehr gut. Du kannst auch ein paar Möhren klein schneiden und mitkochen, oder gibst eine Kartoffel hinzu. Wird der Kot wieder fester, kannst du langsam auf das normale Trocken- oder Nassfutter umstellen.

Ab wann muss der Dackel mit Durchfall zum Arzt?

Manchmal ist es aber besser, gar nicht erst 1-2 Tage abzuwarten. Zum Beispiel, wenn Dein Hund außer Durchfall noch andere Symptome hat. Dazu zählen beispielsweise Fieber, Erbrechen, Abgeschlagenheit, Teilnahmslosigkeit und Ähnliches.

Auch bei nachfolgenden Symptomen solltest du zügig mit dem Dackel in die Praxis fahren:

  • Blutiger Durchfall
  • Der Dackel wirkt sehr schlapp und krank
  • Dein Hund trinkt nicht und es droht Dehydrierung
  • Hohes Fieber
  • Sehr wässriger Durchfall
  • Sehr lange anhaltender und häufiger Durchfall
  • Wurmbefall
  • Vergiftung (auch wenn Du diese nur vermutest)
  • Mit Schleim über- oder durchzogener Kot
  • Dein Hund versucht, dauernd Kot abzusetzen, aber es kommt nichts

Ohrentzündung – Ein Fall für den Tierarzt

Der Dackel hat Schlappohren und darum ist es wichtig, seine hübschen Lauscher hin und wieder genau zu inspizieren. Denn vor allem bei hängenden Hundeohren, ist eine gute Ventilation oft nicht gegeben. Dies kann, insbesondere in Kombination mit Feuchtigkeit, ein hervorragendes Milieu für Pilze und Bakterien sein. Auch Milben machen es sich gern in den Hundeohren gemütlich, was zu erheblichen Beeinträchtigungen führen kann.

Ein Hund, der mit Ohrproblemen zu kämpfen hat, ist unter anderem an diesen Symptomen zu erkennen, die einzeln oder in Kombination auftreten können:

  • Kratzt sich viel und ausgiebig die Ohren.
  • Reibt das Gesicht am Sofa oder über einen Teppich.
  • Schüttelt auffallend viel den Kopf.
  • Hat sich mitunter schon blutig gekratzt, was weitere Infektionen zur Folge haben kann (durch die entstehenden Wunden).
  • Der Dackel hält seinen Kopf schief.
  • Er hat Gleichgewichtsstörungen oder wirkt orientierungslos.
  • Oft riechen die Ohren unangenehm.
  • Du siehst viel Ohrenschmalz im Gehörgang und drum herum.
  • Du findest krümeliges Sekret in der Ohrmuschel.
  • Das Ohr wirkt geschwollen.
  • Du siehst Verletzungen oder Entzündungsherde, womöglich schon mit Eiterbildung.
  • Das Dackelohr wirkt gerötet.
  • Dein Hund ist berührungsempfindlich, wenn Du ihm die Ohren kraulen willst.

Bei Ohrproblemen solltest Du gar nicht erst versuchen, Deinem Vierbeiner allein zu helfen. Besser wäre es, Ihr geht sofort zum Tierarzt. Dieser kann die Ursache für die Entzündung schnell ausmachen und eine entsprechende Therapie einleiten.

Denn Gründe für Ohrprobleme beim Dackel gibt es viele:

  • Allergische Reaktionen (z.B. auf Insektenstich)
  • Verletzungen (unbehandelt oder unentdeckt)
  • Bakterien
  • Fremdkörper
  • Parasiten (vor allem Zecken und Milben, aber auch Flöhe machen es sich dort gern bequem)
  • Pilze durch gute Wachstumsbedingungen (Feuchtigkeit und schlechte Belüftung)
  • Verstopfte Gehörgänge (hervorgerufen beispielsweise durch zu viel Ohrenschmalz)

Der Tierarzt wird das Ohr gründlich untersuchen, reinigen und desinfizieren und anschließend ein passendes Medikament verabreichen. Normalerweise musst Du nötige Folgebehandlungen noch ein paar Tage zu Hause selbst weiterführen und dann ist die Entzündung durchgestanden.

Wie kann ich meinen Dackel vor Ohrproblemen bewahren?

Untersuche einmal am Tag kurz die Ohren Deines Dackels. Zum Beispiel abends beim gemeinsamen Kuscheln auf dem Sofa. Achte auf erste Krankheitsanzeichen, wie Rötungen oder Kratzer. Natürlich sollest Du auch das Verhalten Deines Hundes im Auge behalten. Schüttelt er sich viel? Wirkt er unruhig und kratzt permanent am Kopf?

Sind die Öhrchen schmutzig, reinige diese mit einem weichen Lappen (für jedes Ohr einen) und feuchte ihn ein wenig an, wenn es sich um hartnäckigen Dreck handeln sollte. Natürlich solltest Du hinterher alles gut abtrocknen. Dies gilt übrigens auch, wenn Du mit Deinem Hund im Regen spazieren warst oder er gebadet wurde.

Benutze niemals Ohrenstäbchen zur Reinigung. Hier besteht Verletzungsgefahr, sollte sich der Dackel beispielsweise plötzlich bewegen und Du säuberst gerade den Gehörgang. Auch das Tuch nie in den Gehörgang hineinschieben. Sondern immer von dort zum äußeren Rand der Ohrmuschel wischen.

Bei viel Ohrenschmalz helfen spezielle Ohrlotionen aus dem Fachhandel oder aus der Tierarztpraxis. Diese werden in die Lauscher eingeträufelt und anschließend sanft einmassiert. Danach wird sich Dein Dackel schütteln und Ohrenschmalz, Dreck und Lotionsreste so nach draußen befördern. Die Ohren hinterher noch gut abwischen und fertig.

Mein Dackel ist zu dünn – Was tun?

Zuerst solltest Du ihn zu einem Tierarzt bringen, um herauszufinden, warum Dein Dackel zu dünn ist und gesundheitliche Probleme auszuschließen. Es könnten beispielsweise Darmparasiten, wie Würmer, hinter dem Gewichtsverlust stecken, aber auch Infektionen, Tumorerkrankung, Herzerkrankung und andere Leiden.

Weitere Ursachen umfassen:

  • mäkeliger Esser
  • falsche Ernährung
  • Futtermittelallergie
  • zu kleine Portionen
  • hormonelle Veränderungen
  • Stress
  • geschwächter Gesundheitszustand (z.B. nach OP)
  • Läufigkeit
  • veränderte Lebensbedingungen (Verlust der Bezugsperson, Umzug, neues Baby, anderes Haustier etc.).

Auch wäre es wichtig zu erfassen, ob noch andere Symptome hinzukommen. Füttere energiereiches Futter, welches leicht zu verdauen ist. Um Deinen Dackel auf ein Normalgewicht zu bekommen, versuche folgendes:

  • Steigere die gewohnte Futtermenge nur allmählich.
  • Es gibt zudem spezielle Leistungs- und Aufbaufutter (Gibt es auch in Pulverform – Tierarzt fragen), damit dein Hund zunehmen kann.
  • Mehrere kleine Futter-Portionen belasten den Verdauungsapparat nicht und sind besser als 1-2 große Mahlzeiten.
  • Viele Hunde mögen Nudeln, welche sich zum Aufpäppeln oftmals bewährt haben.
  • Gleiches gilt für Hüttenkäse, Brühe, Rinderfett oder Hühnchen.
  • Auch eine komplette Futterumstellung oder eine Umstellung auf eine andere Fütterungsart können zum gewünschten Erfolg führen.

Dackel zieht Hinterbeine nach – Was tun?

Zieht Dein Dackel die Hinterläufe nach, könnte dies ein Anzeichen für einen Bandscheibenvorfall (Dackellähmung) oder ein Rückenmarkstrauma sein und ist ein ernstzunehmendes Symptom. Bringe Deinen Hund am besten zu einem Tierarzt, der auf Neurologie spezialisiert ist. Es könnte eine Operation nötig sein und/oder eine Medikamentöse Therapie.

Warum sollen Dackel keine Treppen laufen? Können Dackel Treppen laufen?

Natürlich können Dackel Treppen laufen, aber sie sollten es so wenig wie möglich dürfen. Ein paar Stufen am Hauseingang sind vermutlich in Ordnung, aber jeden Tag ein oder mehrere Stockwerke hinauf und hinunter ist ungesund, da es den langen Rücken stark belastet und Bandscheibenvorfälle begünstigen kann. Die Wirbelsäule wird beim Treppensteigen gestaucht, was auf lange Sicht zu Problemen führen kann. Besser Du schnappst Dir Dein Krummbein und trägst ihn einfach im Treppenhaus. Zum Glück ist dies beim Dackel meist kein großes Problem.

Warum zittern Dackel?

Ursachen für Zittern gibt es viele. Hat Dein Dackel keine Unterwolle (Langhaar und Kurzhaar) kann er beispielsweise bei kaltem Wetter zittern oder weil er nass ist. Auch Angst kommt natürlich in Frage sowie Freude, Stress und aufregungsbedingtes Zittern (baut Anspannung ab). Letzteres ist bei Jagdhunden häufiger zu beobachten. Alte Hunde, die an Arthrose leiden, zeigen ebenfalls Muskelzittern. Hat sich Dein Dackel körperlich gerade sehr verausgabt, kann er ebenfalls mit Zittern reagieren, bis er sich wieder erholt hat.

Es kommen jedoch leider auch krankheitsbedingte Ursachen in Frage. Spondylose, also ein Verschleiß an der Wirbelsäule, wäre beim Dackel absolut denkbar. Ebenso ein Schlaganfall, Schmerzen, eine Vergiftung oder Staupe. Klingt das Zittern nicht nach kurzer Zeit oder nach einer Erholungsphase von allein ab, suche umgehend einen Tierarzt auf. Gleiches gilt, wenn noch weitere Symptome hinzukommen.


Ab wann hat mein Dackel Fieber?

Jeder Hund hat eine ganz persönliche Normaltemperatur. Diese liegt irgendwo im Bereich zwischen 37,5 und 39 °C. Um diese Normaltemperatur zu ermitteln, solltest Du bei Deinem Dackel ab und an Fieber messen, wenn er vollkommen gesund und entspannt ist. Und keinesfalls nach Bewegung oder Aufregung. Notiere Dir die Temperatur (zum Beispiel im Erste-Hilfe-Set für Deinen Hund), so hast Du diese zum Nachsehen immer griffbereit. Bei zwei Hunden musst Du natürlich die individuelle Temperatur für beide ermitteln.

Zwischen 39 und 40 °C hat Dein Dackel mildes Fieber. Hat Dein Hund jedoch eine Normaltemperatur von 39 °C oder er hat sich gerade körperlich sehr verausgabt oder war erregt/gestresst, kann er vorübergehend auch eine leicht erhöhte Temperatur aufweisen.

Ab 40 °C wird von richtigem Fieber gesprochen. Manchmal zeigen die Vierbeiner dann auch, dass es ihnen nicht gut geht. Du erkennst Fieber außer durch das Messen aber zusätzlich an folgenden Symptomen:

  • Die Ohren Deines Hundes fühlen sich warm/heiß an
  • Beim Streicheln bemerkst Du eine erhöhte Temperatur
  • Der Dackel hechelt viel
  • Vermehrtes Trinken kann auf Fieber beim Dackel hinweisen
  • Der Hund döst viel, ist schlapp und träge

Ab 41 °C hat Dein Dackel hohes Fieber. Hält dies über einen längeren Zeitraum an, kann dies kritisch werden. Hier sollte mit Medikamenten eine Fiebersenkung eingeleitet werden.

Zeigt das Thermometer eine Temperatur nahe der 42 °C Marke, musst Du umgehend handeln und Deinen Dackel schnell zum Tierarzt bringen. Solch hohes Fieber ist immer ein absoluter Notfall! Ab 42 °C klumpen nämlich die Eiweiße im Körper und können den Tod zur Folge haben (Gleiches gilt übrigens auch für den Menschen).

Ganz wichtig: Dein Dackel sollte bei Fieber viel trinken. Oftmals machen die Vierbeiner aber genau dies nicht. Wenn Du ihn überzeugen willst, kannst Du ein wenig Hühnerbrühe anbieten, Du feuchtest sein Trockenfutter etwas an oder gibst ihm eine Portion Nassfutter.

Verweigert er auch dies, so muss der Tierarzt den Flüssigkeitshaushalt gegebenenfalls mit Infusionen wieder stabilisieren.

Hättest Du es gewusst?
Welpen haben mit 39,5 °C eine etwas erhöhte Normaltemperatur und somit keinesfalls Fieber.

Fiebermessen beim Hund

Trainiere das Fiebermessen schon im Welpenalter und Du hast später im Krankheitsfall Deines Dackels weniger Probleme. Ist dein Vierbeiner sehr wehrhaft oder schnappt sogar, so ist es ratsam, ihn anzubinden und evtl. einen Maulkorb tragen zu lassen. Du kannst Dir auch von einer zweiten Person helfen lassen.

  • Halte die Rute des Dackels nach oben und führe das leicht gefettete Thermometer ein. Du kannst es auch mit Wasser gleitfähiger machen.
  • Gut bewährt haben sich Kinderthermometer mit einer flexiblen Spitze. Hier ist das Verletzungsrisiko geringer.
  • Rede beruhigend auf Deinen Hund ein, warte auf den Signalton und lese die Temperatur ab.
  • Desinfiziere anschließend das Thermometer oder verwende Wegwerfhüllen.
  • Ab 40 °C solltest Du den Tierarzt fragen, ob Ihr vorbeikommen sollt.

Vergiftung beim Dackel

Hat Dein Dackel etwas gefressen, was ihm nicht bekommt, solltest Du nicht lange fackeln, sondern umgehend zu einem Tierarzt fahren. Packe Deinen Hund warm ein und verabreiche ihm Aktivkohle, falls Du die Dosierung kennen solltest. Führe kein Erbrechen herbei, da dies oft mehr zusätzlichen Schaden anrichtet, als zu helfen.

Nimm den Giftköder oder eine Probe der gefressenen Substanz mit. Nicht mit den Händen anfassen! Benutze einen Handschuh oder im Notfall einen Kotbeutel. Am besten, Du oder eine Begleitperson ruft noch von unterwegs an und schildert den Vorfall. So ist beim Ankommen in der Praxis das Team vorbereitet und Ihr werdet als Notfall bevorzugt behandelt. So geht keine wichtige Zeit verloren.

Nicht immer wird der Hund aber dabei beobachtet, wie er etwas Verbotenes hinunterschlingt. Zudem entstehen manche Vergiftungen schleichend und über einen längeren Zeitraum hinweg. Rattengift zeigt seine Wirkung beispielsweise manchmal erst Tage später. Da denkt kaum ein Halter an eine Vergiftung, wenn der Dackel plötzlich Erbrechen muss oder Unwohlsein zeigt. Auch bei falscher Ernährung können sich langsam Krankheitsanzeichen bemerkbar machen. Und es gibt viele Lebensmittel, die für Hunde nicht geeignet sind (Siehe Ernährung/Futter).

Was sind typische Symptome für eine Vergiftung?

  • Dein Hund speichelt extrem
  • Der Dackel hechelt ungewöhnlich viel, obwohl es nicht sonderlich heiß ist
  • Schaue dir das Zahnfleisch an. Ist es sehr blass oder fast schon weiß droht dem Hund Kreislaufversagen!
  • Würgen und/oder Erbrechen
  • Dein Dackel zittert oder hat Krämpfe
  • Hörst Du Atemgeräusche oder hat der Hund Schwierigkeiten zu atmen?
  • Der Puls rast oder ist zumindest beschleunigt
  • Der Dackel ist bereits bewusstlos
  • Beim Fiebermessen stellst Du eine Untertemperatur fest
  • Es finden sich Blutbeimengungen im Urin oder auch im Erbrochenen

Benötige ich eine Hundekrankenversicherung und Hunde-OP-Versicherung für meinen Dackel?

Dies ist eine finanzielle Frage und pauschal nicht zu beantworten. Hast Du ein nettes Polster auf dem Konto oder brauchst Dir um Geld generell keine Sorgen zu machen, kannst Du sicherlich auf solche Versicherungen verzichten.

Bereitet Dir eine größere OP hingegen Bauchschmerzen oder Du hast Angst, Dein Dackel könnte mal ein chronisches Leiden bekommen, dann ist eine Versicherung durchaus sinnvoll. Lasse Dich beraten und vergleiche unbedingt Angebote, denn nicht immer ist im Schadensfall das gleiche abgedeckt. Die Versicherungssummen können ebenfalls erheblich schwanken.

Zudem gibt es einen Unterschied zwischen Hundekrankenversicherung und einer reinen OP-Versicherung. Erstere hat den weitaus höheren Versicherungsschutz und zahlt die Kosten für viele Eingriffe und Behandlungen, die beim Tierarzt notwendig sein können. Dies schließt oftmals sogar Medikamente, Routineeingriffe, Untersuchungen und Diagnoseverfahren (z.B. Bluttest, Röntgen) mit ein.

Die OP-Versicherung zahlt hingegen nur für unbedingt erforderliche Operationen (eine Kastration zählt z.B. meist nicht unter notwendig) und die damit verbundenen Vorsorge- und Nachsorgebehandlungen sowie Diagnoseverfahren.

Hatte Dein Dackel also zum Beispiel einen Unfall und der Tierarzt wird ihn röntgen, so zahlt die OP-Versicherung nur für die Untersuchung und das Röntgenbild, wenn dieses die Notwendigkeit einer Operation deutlich macht und der Dackel unters Messer kommt. Stellt sich hingegen heraus, dass der Dackel nur eine Prellung hat, dann zahlt die Versicherung nicht, denn der Dackel kommt nicht in den OP.


Wie bleibt mein Dackel lange gesund?

  • Kaufe den Dackelwelpen nur bei einem seriösen Züchter, der Gesundheitsvorschriften einhält und seine Zuchttiere auf Erbkrankheiten testen lässt.
  • Füttere hochwertiges und gesundes Futter (keine Tischreste) und stelle frisches Trinkwasser breit.
  • Übergewicht macht krank und sollte darum unbedingt vermieden werden.
  • Dabei hilft auch ausreichende Bewegung und Beschäftigung.
  • Laste den Dackel ebenfalls mental aus, das hält den Geist beweglich.
  • Sorge für Familienanschluss und ausreichend Sozialkontakte zu anderen Vierbeinern.
  • Erziehe Deinen Hund! Sitzen die Basiskommandos, so können diese durchaus vor Gefahrensituationen schützen (Abrufbarkeit oder Bei-Fuß-Gehen bei hohem Verkehrsaufkommen, Befehl „Aus“ bei Giftködern usw.)
  • Transportiere Deinen Vierbeiner niemals auf den Schoß, wenn Ihr Auto fahrt, sondern benutze eine sichere
  • Transportbox oder schnalle ihn mit einem Hundegurt an.
  • Mache Dein Zuhause (auch Balkon und Garten) hundesicher.
  • Schließe die Grundimmunisierung ab und halte Auffrischtermine ein.
  • Entwurme und entflohe Deinen Dackel regelmäßig und natürlich immer dann, wenn ein Befall entdeckt wird.
  • Sorge für eine ausreichende Dackelpflege und achte bei der Beautybehandlung auf Krankheitsanzeichen, wie Fellprobleme, Knubbel unter der Haut usw.
  • Gute Zahnpflege kann Zahnstein und daraus resultierenden anderen Krankheiten zuverlässig vorbeugen.
  • Wasche und pflege das Zubehör Deines Dackels, wie Fressnäpfe, Leinen, Transportbox, Hundebett, Bürsten und Ähnliches.
  • Sortiere beschädigtes Spielzeug umgehend aus und lass den Dackel nicht mit ungeeigneten Dingen spielen (Stöckchen, Tennisbälle, Socken, …)

Was tun bei Scheinschwangerschaft?

Eigentlich sollte eher von Scheinmutterschaft gesprochen werden, denn das mütterliche Verhalten tritt erst Wochen nach der Läufigkeit auf und zwar ungefähr zu dem Zeitpunkt, an dem die Welpen geboren worden wären (hätte es denn einen Deckakt gegeben).

Ist die Scheinschwangerschaft nur mild ausgeprägt, musst Du häufig gar nichts unternehmen. In schwerwiegenderen Fällen kann es helfen, die Hündin vermehrt zu beschäftigen und ihr den Welpenersatz (meist Spielzeug) wegzunehmen.

Produziert Deine Dackeldame sogar Milch, kannst Du mit einem Kühlpack die Gesäugeleiste vorsichtig ein paar Mal am Tag kühlen und der Hündin so Linderung verschaffen und die Schwellung verringern. Leidet die Hündin sehr, frisst nicht, wird bissig (verteidigt ihren Welpenersatz) oder produziert sehr viel Milch sollte unter Umständen mit Medikamenten (Hormonen) behandelt werden. Ebenso könnte eine Kastration sinnvoll sein.

Bitte besprich dies individuell mit einen Tierarzt. Hündinnen mit Scheinschwangerschaften haben außerdem ein erhöhtes Risiko, an Milchdrüsenkrebs zu erkranken, Eierstockzysten zu bilden oder Gebärmuttervereiterungen zu bekommen.

Muss meine Dackelhündin gedeckt werden?

Nein. Es hat für deine Dackeldame absolut keinen Vorteil, einmal Welpen gehabt zu haben. Dies ist nicht förderlich für ihre geistige, soziale oder körperliche Entwicklung. Trotzdem hält sich dieser Glaube immer noch hartnäckig. In der Natur hat auch nur das ranghöchste Weibchen das Privileg auf Nachwuchs und die anderen Wölfinnen helfen einfach bei der Aufzucht bieten den Welpen Schutz.


Die Hausapotheke – für kleine Blessuren gewappnet

Für kleine Unfälle und Unachtsamkeiten empfiehlt es sich immer, eine kleine Hausapotheke zu Händen zu haben!

An Verbandsmaterial wie Mullbinden, Mullkompressen, sterile Tupfer, Pflaster und Schere, sollten dabei in keinem Fall gespart werden. Einmalhandschuhe bieten bei der Behandlung einen guten Dienst.

Schnell hat sich der Vierbeiner eine achtlos liegen gelassene Scherbe in die Pfote getreten oder sich an einem scharfkantigen Gegenstand geschnitten.

Pinzette und Zeckenzange bzw. Zeckenhaken zum Entfernen diverser Fremdkörper und unerwünschten Begleitern ist gleichermaßen unerlässlich.

Zeckenzange Zeckenhaken
Eine Zeckenzange oder ein Zeckenhaken wie in diesem Bild gehören als Grundausstattung in jeden Hundehaushalt.

Octenisept ist vor allem hilfreich beim Desinfizieren kleinere Wunden, welche anschließend mit Bepanthen weiter versorgt werden.

Ein Kühlakku verhilft rasche Linderung bei leichten Verbrennungen und nach Insektenstichen.

Ebenfalls gehören Einwegspritzen zur Wundspülung und zur Gabe von Medikamenten, sowie ein taugliches Fieberthermometer dazu.

Fremdkörper im Mund oder in der Pfote können gut mit einer kleinen Taschenlampe und einer Lupe untersucht werden.

Damit sich der Hund nicht selber beisst ist manchmal ein Maulkorb sinnvoll.

Für die Reiseapotheke sollten noch die nötigen Notfallmedikamente, eine Decke und Tabletten gegen Reiseübelkeit ergänzt werden!

Hier findest Du die Hausapotheke als Checkliste:

  • Einwegspritzen
  • Kühlakku
  • Tabletten gegen Reiseübelkeit
  • Pinzette
  • Maulkorb
  • Zeckenzange
  • Fieberthermometer
  • Mullbinden und Verbände
  • Schere
  • Pflaster
  • Bepanthen
  • Einmalhandschuhe
  • Desinfektionsmittel
  • Tasschenlampe
  • Lupe

 

Was gehört noch in die Hausapotheke? Welche Erfahrungen hast Du mit Dackelkrankheiten gemacht?

 

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