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Die richtige Impfung für Dackel


In der heutigen Zeit sind Infektionskrankheiten, die schwer verlaufen, beim Dackel nicht mehr so häufig wie früher.

Ebenso haben seuchenhafte Verläufe von Hundeinfektionskrankheiten in den letzten Jahren abgenommen.

Diese Umstände sind aber nur den regelmäßigen und konsequenten Impfungen von Hunden zu verdanken.

Deshalb ist die Impfung als wirksame Maßnahme zur Bekämpfung wichtiger Infektionskrankheiten beim Dackel so wichtig.


Was bei einer Impfung passiert

Dackel Impfung
Die Impfung ist für den Dackel lebensnotwendig!

Wird der Dackel regelmäßig und richtig geimpft, erhält er eine belastbare Immunität, die beim Kontakt mit entsprechenden Krankheitserregern die Ausbildung von Krankheitssymptomen oder gar die Infektion selbst verhindert.

Dies geschieht durch Abwehrzellen, die die Krankheitserreger oder infizierte Zellen erkennen und zerstören können.

Dabei helfen die sogenannten Antikörper, die nach Kontakt mit dem Impfstoff gebildet werden.

Diese Antikörper können den jeweiligen Infektionserreger erkennen. Über die Milch werden zu Beginn des Hundelebens diese Antikörper von der Mutter auf den Welpen übertragen. Mit der Zeit werden sie aber wieder abgebaut.

Deshalb müssen die Dackelwelpen geimpft werden. Dabei kann der Impfschutz von einigen Wochen bis wenige Jahre andauern. Die Zeit des Schutzes kann jedoch durch Wiederholungsimpfungen fast beliebig lang gesteigert werden.

Normalerweise werden die ersten Grundimpfungen schon vom Dackelzüchter durchgeführt und sollten anschließend von den neuen Besitzern gewissenhaft fortgeführt bzw. aufgefrischt werden.


Warum ist es wichtig, den Dackel zu impfen?

Wenn ausreichend Hundebesitzer ihre Vierbeiner impfen lassen, so sinkt das Risiko für gefährliche und teils tödliche Infektionskrankheiten drastisch. Es entsteht ein Herdenschutz, der auch solche Vierbeiner mit einschließt, die zu jung für eine Impfung sind oder bedingt durch bestimmte Krankheiten nicht geimpft werden können. Auch sehr alte, immunschwache oder abgemagerte Hunde können oft (noch) nicht geimpft werden.

Mit einer Impfung schützt Du also nicht nur Deinen Dackel, sondern noch viele weitere Hunde. Insbesondere diese, bei denen solche Krankheiten einen besonders schwerwiegenden und schlimmen Verlauf nehmen würden.

Und das ganz große Plus einer Impfung:

Dein Dackel ist gegen teils tödliche Krankheiten gewappnet und kann beim Kontakt mit einem Erreger effizient gegen ihn vorgehen. Die Krankheit bricht entweder gar nicht erst aus oder sie nimmt einen viel milderen Verlauf.

Außerdem leistest Du mit einer Impfung einen wichtigen Beitrag zu einer schönen Lebenserwartung. Die Injektion beim Arzt hilft dem Dackel dabei gesund zu bleiben. Ein ungeimpfter Hund, der erkrankt und die Infektion übersteht, hat hingegen ein Risiko, Langzeit- oder Spätfolgen davonzutragen.

Du erspart Deinem Vierbeiner also viel unnötiges Leid, wenn Du ihn alle paar Jahre impfen lässt. Und Dir ersparst Du hohe Tierarztkosten, die durch gefährliche Infektionskrankheiten entstehen können.


Sind Impfungen Pflicht?

Es gibt in Deutschland keinerlei Impfpflicht für Hunde. Dir steht es demnach frei zu entscheiden ob Du den Dackel überhaupt impfen lässt oder nicht. Solltest Du Dich für eine Injektion entscheiden kannst Du zudem bestimmen, welche Impfungen Du möchtest und auf was Du verzichtest.

Auf keinen Fall sollte dem Gerede von Impfgegnern Glauben geschenkt werden, Impfungen wären wirkungslos und dienen allein dem Zweck, Geld in die Taschen der Pharmaindustrie zu spülen. Diese würde an einem Hund mit einer gefährlichen Infektionskrankheit weitaus mehr verdienen, als an einer Impfung alle paar Jahre.

Sollte sich Dein Hund bisher nicht angesteckt haben, obwohl er gar nicht geimpft ist, dann ist dies vermutlich den Umstand geschuldet, dass geimpfte Tiere in seinem Umfeld ihn mit schützen.

Bedenke: 

Möchtest Du mit Deinem Dackel außerhalb Deutschlands verreisen, so ist die Tollwutimpfung immer Pflicht. Einige Länder verlangen zudem noch weitere Auflagen, damit ein Vierbeiner einreisen kann. Mache Dich über solche Bestimmungen vor Reiseantritt immer schlau.


Ansteckungswege sind sehr einfach

Die Ansteckungswege der meisten Hundekrankheiten sind sehr einfach. Eine Infektion ist im Prinzip auf jedem Spaziergang möglich.

  • Es reicht meist bereits aus, wenn der Dackel am Kot oder Urin von anderen Hunden schnüffelt. Selbst Reste von aufgesammelten Häufchen bergen noch ein Restrisiko.
  • Verunreinigtes Wasser kann Bakterien und Viren ebenfalls übertragen. Säuft der Dackel also (besonders im Sommer) gelegentlich mal aus Tümpeln oder Pfützen, so ist eine Ansteckung möglich.
  • Auch der Kontakt zu anderen Vierbeinern ist natürlich eine Gefahrenquelle.
  • Selbst ein Besuch beim Tierarzt oder Hundeschule könnte eine Ansteckung nach sich ziehen. Wenn dort ein Hund sitzt, der gerade diese Infektion durchmacht.

Das Fatale: Nach einer Ansteckung ist oftmals nicht gleich ersichtlich, dass der eigene Hund krank ist. Du gehst also weiterhin mit ihm spazieren. Dabei ist er bereits eine Gefahr für andere Vierbeiner, ohne dass Du es merkst.

Dieser Umstand macht deutlich, dass es eigentlich unverantwortlich ist, seinen Dackel nicht impfen zu lassen. Nicht nur der Dackel ist ohne Impfung schutzlos, sondern auch solche Hunde, die eben aus bestimmten Gründen nicht oder zumindest noch nicht geimpft werden können.


Wie hoch ist das Risiko, dass mein Dackel an einer schlimmen Infektionskrankheit erkrankt?

Dies hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Das Umfeld und die Haltungsbedingungen spielen hierbei eine große Rolle. Auch der Gesundheitszustand des Dackels kann ein Faktor sein, ob und in welchem Umfang er erkrankt. Einen kränkelnden oder alten Hund mit schlechter Immunabwehr trifft es sehr wahrscheinlich schwerer, als einen jungen und ansonsten fitten Hund.

Hinzu kommen andere Umstände, wie:

  • Leben mehrere Hunde oder noch weitere Tiere mit im gleichen Haushalt?
  • Hat der Dackel regelmäßig Kontakt zu Artgenossen? Beispielsweise in der Hundeschule, bei der Tagesbetreuung, bei anderen Familienmitgliedern, Nachbarn oder in Hundeparks? Auch wenn Du mit anderen Besitzern und deren Vierbeinern gemeinsam Gassi gehst, ist das Risiko gegeben.
  • Auch die Hygiene spielt eine wichtige Rolle. Wer Futternäpfe, Spielzeug, Schlafplätze, Transportbox und anderes Equipment nicht regelmäßig reinigt, begünstigt die Ausbreitung von Keimen und Bakterien.
  • Leben viele Hunde in der Nachbarschaft?
  • Geht ihr in Gegenden spazieren, die auch von anderen Hund-Mensch-Gespannen regelmäßig frequentiert werden?
  • Ist Dein Hund geimpft, ist eine Ansteckung sehr unwahrscheinlich (Ausnahmen siehe unten).
  • Ein ungeimpfter Dackel hat ein sehr hohes Risiko bei Erregerkontakt zu erkranken.

Was sind Core- und Non-Core-Impfungen?

Wie gesagt gibt es in Deutschland keinerlei Impfpflicht für Hunde. Trotz allem gibt die “Ständige Impfkommission Vet.” regelmäßig Empfehlungen raus, gegen was des Menschen bester Freund am besten geimpft sein sollte. Diese Impfungen sind also allen Haltern sehr ans Herz gelegt und werden als Core-Impfungen bezeichnet.

Obwohl nicht verpflichtend, sollten diese als das Minimum an notwendigen Impfungen angesehen werden. Zum Schutze Deines Hundes und zur Bildung eines Herdenschutzen für alle Vierbeiner.

Es gibt 5 Core-Impfungen:

  • Leptospirose
  • Staupe
  • Tollwut
  • Parvovirose
  • HCC

Darüber hinaus gibt es noch weiter Impfstoffe, die aber nur nach Risiko-Nutzen-Bestimmung verabreicht werden sollten. Es handelt sich um die Non-Core-Impfungen.

Ob und welche davon notwendig sind, darüber kann ein Gespräch mit einem Tierarzt Aufschluss geben. Er wird Dich über die Haltungsbedingungen des Dackels ausfragen und dabei beispielsweise in Erfahrung bringen, ob er jagdlich geführt wird. Es kann ebenso von Bedeutung sein, ob mit dem Hund gezüchtet wird oder ihr in einem Gebiet lebt, wo es viele Zecken gibt.

Es gibt unter anderem folgende Non-Core-Impfungen:

  • Herpesvirus
  • Zwingerhusten
  • Borreliose
  • Babesiose

Gegen welche Erkrankungen unbedingt geimpft werden sollte

Parvovirose – Hundeseuche:

Die Hundeseuche ist eine virusbedingte Darmerkrankung mit schwersten Verläufen.

Dabei kommt es zu heftigen Durchfällen. Dadurch trocknet der Körper des Dackels rasch aus.

Welpen sind besonders gefährdet. Sie können an Parvovirose sterben, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt werden. Eine Impfung gegen die Hundeseuche ist deshalb so wichtig. Ältere Hunde im Alter von 8 bis 12 Jahren sind ebenso gefährdet.

Bei der Parvovirose sind die Ansteckungswege sehr einfach:

  • Schnüffeln am Kot
  • Schmierinfektionen
  • Kontakt zu Artgenossen oder Wildtieren
  • Speichel und Erbrochenes sind Infektionsquellen
  • Gemeinsam genutzte Trinknäpfe/Fressnäpfe
  • Du kannst Viren ins Haus tragen (Schuhe/Kleidung)
  • Hunde teilen sich einen Schlafplatz
  • Tierarztpraxen, Hundeschulen oder auch Tierheime beherbegen ein größeres Infektionsrisiko

Dem widerstandsfähigen Virus ist mitgewöhnlichen Desinfektionsmitteln nicht beizukommen. Darum hält es sich oft hartnäckig in der Umgebung.

Welpen und alte Hunde versterben oft sehr schnell (manchmal innerhalb eines Tages) ohne je Anzeichen für diese Erkrankung gezeigt zu haben. Hier sind oft nicht Durchfälle und Austrocknung die Todesursache, sondern eine Herzmuskelentzündung.

Wichtig: An Parvorirose erkrankte Hunde gehören in die Hände eines Tierarztes und müssen in der Praxis unbedingt auf eine Isolierstation.

Parvo-Erreger können mutieren und sind nicht nur für Hunde, sondern auch für Katzen gefählich. Lebt in Deinem Haushalt also nicht nur ein Dackel, sondern auch eine Samtpfote, so lasse unbedingt beide impfen.

Staupe – Paramyxovirus:

Die Staupe hat bei Hunden verschiedene Verlaufsformen. Nach der Infektion kommt es zum Fieber, welches in zwei Schüben stattfindet. Der erste Fieberschub dauert 8 bis 48 Stunden, als Folge der Infektion. Der zweite Schub tritt bei der Bakterieninfektion auf, die darauf folgt.

Augenentzündung, eine stark eitrige Nase, Schluckbeschwerden, Mandelentzündung, Atembeschwerden, Hautausschlag, Erbrechen und Durchfall sind die klassischen Symptome.

Danach können Lähmungen und Krämpfe auftreten, die mit einer scheinbaren Genesung einhergehen. Eine Impfung ist sehr wichtig und bildet eine fast vollständige Immunität aus.

Staupe kommt leider besonders häufig bei Billigwelpen aus dem Ausland vor. Hier werden die Tiere schlichtweg nicht geimpft und die einfachen Ansteckungswege sorgen demnach mit Leichtigkeit für eine rasche Ausbreitung unter den Hunden. Mangelde Hygiene, viele Tiere auf engstem Raum, keine Pflege der Hunde und Utensilien tragen ebenfalls dazu bei. Therapieversuche bleiben bei Welpen leider oft erfolglos. 

Auch die Impfmüdigkeit vieler Halter trägt dazu bei, dass sich die gefährliche Krankheit wieder vermehrt ausbreiten kann.

Übrigens sind auch Marder und Füchse potenzielle Ansteckungsquellen. Die Ansteckung kann dabei direkt (Kontakt) oder auch indirekt erfolgen. Dackel, die viel im Wald unterwegs sind, sollten also besser geimpft werden.

Selbst Du als Halter kannst das Virus über Gegenstände, Hände, Kleidung usw. weitergeben!

Nur rund die Hälfte aller erkrankten Hunde übersteht eine Infektion mit Staupe. Und von diesen behalten leider viele bleibende Schäden zurück, wie zum Beispiel Epilepsie, Blindheit oder Koordinationsstörungen. Auch das Staupegebiss ist eine Folge der Erkrankung.

Staupe befällt übrigens nicht immer nur den Verdauungstrakt. Auch die Atemwege oder das Nervensystem können betroffen sein. Leider gibt es so gut wie keine Heilungschance für den Hund, wenn das zentrale Nervensystem betroffen ist. Hier ist der Verlauf oft sehr rasch und endet tödlich.

Hepatitis contagiosa canis – Canines Adenovirus 1

Die Hepatitis contagiosa canis des Hundes ist sehr gefährlich. Dabei sind Welpen stark betroffen. Sie können innerhalb weniger Stunden an Blutvergiftung sterben.

Bei der Hepatitis Contagiose Canis gibt es drei unterschiedliche Verläufe:

Perakuter Verlauf:

Der Hund verstirbt innerhalb weniger Stunden. Oftmals ohne vorher Anzeichen der Erkrankung gezeigt zu haben.

Akuter Verlauf:

Ein weniger heftiger Verlauf, der hin und wieder vorkommen kann, zeigt sich mit Fieber, Schleimhautblutungen, Vergrößerung der Leber und Milz, Durchfall, Ödeme, Erbrechen und Entzündungen der Augen.

Eventuell kann auch eine Bauchwassersucht auftreten. Aber dabei ist es egal wie stark die Erkrankung verläuft. Sie birgt in jedem Fall die Gefahr einer chronischen Leber- und Nierenentzündung.

Chronischer Verlauf:

Auch hier zeigen einige Hunde keinerlei Symptome, was eine Diagnose erschweren kann. Die Erkrankung erfolgt hier sehr langsam und schleichend und wird schließlich chronisch. Leber und Nieren werden geschädigt und einige Vierbeiner zeigen das Blue-Eye-Syndrom. Hier kommt es zur Trübung eines oder beider Augen.

Deshalb sollte immer gegen Hepatitis contagiosa canis geimpft werden.

Leptospirose – Leptospira canicula, Stuttgarter Hundeseuche:

Stuttgarter Hundeseuche
1898 wurde die Leptospirose vom Mediziner Klett anlässlich einer Hundeausstellung in Stuttgart beschrieben, weshalb sie anfänglich auch den Namen Stuttgarter Hundeseuche trug.

Die Stuttgarter Hundeseuche ist eine bakterielle Infektion, von der es viele Typen gibt.

Allerdings kann nur gegen zwei der Typen geimpft werden.

Gegen die anderen Typen hilft die Impfung nicht. Bei schwacher Ausprägung der Erkrankung bilden sich kaum Symptome aus.

Dabei besteht aber dennoch eine Störung und Schwäche des allgemeinen Wohlbefindens.

Akute und schwere Fälle können aber ebenso auftreten, bei denen es durch das Gift der Bakterien zu Organschäden kommt.

Die starke Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens geht mit Sehstörungen, Lichtscheu, Blutgefäßschädigungen, Erbrechen, Durchfall, Lungenentzündung, Herzbeutelentzündung und selten mit Lähmungen einher.

Leptospirose ist (wie auch Tollwut) auf den Menschen übertragbar und sollte darum nicht unterschätzt werden. Infizierte Hunde müssen darum umgehend dem Veterinäramt gemeldet werden.

Die Krankheit wird durch den Urin infizierter Tiere übertragen. Neben dem Hund sind auch Ratten und andere Wildtiere Überträger. Es ist soger eine Ansteckung über Haut- und Schleimhäute möglich.

Therapiert wird Leptospirose mit Hilfe von Antibiotika, da es sich um eine bakterielle Infektionskrankheit handelt. Schwere Verläufe machen manchmal eine Dialyse (Blutwäsche) oder Sauerstoffgabe notwendig.

Tollwut – Rhabdovirus

Tollwut Dackel
Tollwut ist bei Dackel sehr selten. Damit das so bleibt, müssen alle Hunde geimpft werden.

Diese Viruserkrankung verläuft immer tödlich.

Die Symptome sind Unruhe, Aggression, Zerbeißen von Gegenständen und Drangwandern. Dabei ist vermehrter Speichelfluss sehr typisch.

Weitere Symptome:

  • Atemnot
  • Lähmungen
  • Angst vor Wasser / verweigert Trinken
  • Schaum vorm Mund
  • Schmerzen an und um die Bissstelle
  • Schluckbeschwerden
  • Erbrechen
  • Hängende Zunge

Die Diagnose wird oft durch schwere Verläufe und atypische Symptome erschwert. Tollwut kann auf den Menschen übertragbar sein. Seit April 2008 gilt Deutschland als tollwutfrei.

Doch nur, weil Tollwutfälle nur noch sehr selten und wenn dann meist bei wildlebenden Tieren vorkommen, sollte dies kein Freischein sein, auf eine Impfung zu verzichten. Nur, wenn die Hundebevölkerung weiterhin ausreichend gegen Tollwut geimpft wird und großflächig angelegte Impfkampagnen bei Wildtieren das Virus bekämpfen, kann Deutschland langfristig tollwutfrei bleiben.

Denn gelegentlich tauchen immer mal wieder Fälle auf (z.B. Fledermäuse). Selten bringen auch illegal ins Land importierte Hunde die Krankheit mit. Warum auf den Kauf von Wühltischwelpen zum Beispiel unbedingt verzichtet werden sollte.

Ebenso sollte bei Reisen ins Ausland, je nach Einreisebestimmung auf jeden Fall geimpft werden. Meist ist dies sowieso Pflicht und Hunden ohne eine gültige Tollwutimpfung kann die Einreise verweigert werden. Darum lange vor einem Urlaub mit Dackel, den Impfschutz kontrollieren und gegebenenfalls auffrischen lassen.

Sollte der Dackel umgeimpft sein und hatte Kontakt zu einem tollwütigen Tier, darf ein Tierarzt keinen Rettungsversuch unternehmen und muss den Hund sofort einschläfern. Dies gilt übrigens auch, wenn nur der dringende Verdacht besteht, dass es zu einem Kontakt gekommen ist.

Ein geimpfter Hund erhält hingegen eine unterstützende Therapie.


Impfrhythmus für Grund- und Wiederholungsimmunisierung für Dackel

Beim Impfen unterscheidet man die Grundimmunisierung und die Wiederholungsimpfungen, je nachdem zu welchem Zeitpunkt die Impfung erfolgt.

Die Grundimmunisierung ist von großer Wichtigkeit für das spätere Leben eines Dackelwelpen, denn sie bildet die Basis für seine belastbare Immunität gegen schlimme Infektionskrankheiten. Deshalb sollte unbedingt auf eine vollständige Impfung des Dackelwelpen geachtet werden.

Dackelwelpen Muttermilch
Dackelwelpen sind in den ersten Wochen durch die Muttermilch der Dackelmama gegen Krankheiten geschützt.

In den ersten beiden Lebensjahren erfolgt die Grundimmunisierung und beginnt im Alter von acht Wochen.

Anschließend wird dreimal geimpft, bis zum Alter von 16 Wochen. Anfangs sind die Dackelwelpen noch durch die Antikörper in der Muttermilch geschützt. Diese werden aber in den ersten Lebenswochen des Welpen langsam abgebaut.

Die Antikörper in der Muttermilch können den Impferfolg stören und es muss ein entsprechender Zeitpunkt gefunden werden, in dem sie nicht mehr so zahlreich erhalten sind.

Aber gleichzeitig muss die Impfung so früh wie möglich beginnen, damit der Hund geschützt ist. Den minimalen Zeitraum in der der Dackelwelpe nun ungeschützt sein kann, nennt man immunologische Lücke.

Vor jeder Impfung muss der Dackel gründlich untersucht werden. Hunde werden nur geimpft, wenn sie gesund und parasitenfrei sind.

Impfrhythmus der Grundimmunisierung

8. Lebenswoche: Staupe, Parvovirose, HCC, Leptospirose

12. Lebenswoche: Staupe, Parvovirose, HCC, Leptospirose,Tollwut

16. Lebenswoche: Staupe, Parvovirose, HCC, Tollwut

15. Lebensmonat: Staupe, Parvovirose, HCC, Leptospirose, Tollwut

Möglicher Impfrhythmus für die Wiederholungsimpfungen

Staupe, Parvovirose, HCC – Wiederholungsimpfungen sind ab dem zweiten Lebensjahr ausreichend in drei-jährigem Rhythmus

Leptospirosejährliche Wiederholungsimpfungen, in Endemiegebieten dementsprechend häufiger

Tollwut – hierbei sind die in den Packungsbeilagen genannten Impftermine zur Wiederholungsimpfung zu beachten

Mit Wiederholungsimpfungen erhält der Dackel einmalig eine geringere Impfstoffdosis als während der Grundimmunisierung. Hierbei kommt es in kurzer Zeit wieder zu einer belastungsfähigen Immunität durch eine sehr hohe Antikörperanzahl im Blut.


Gibt es Risiken bei einer Impfung?

Alle Medikamente haben Nebenwirkungen. Dies gilt für ein Impfserum also entsprechend ebenso. Häufig zu beobachtende Nebenwirkungen können sein:

  • Leichtes Fieber, das rasch wieder abklingt
  • Vorübergehende Müdigkeit / Abgeschlagenheit
  • Die Einstickstelle ist druck- und berührungsempfindlich
  • Es kommt zu einer Rötung und/oder Schwellung an der Einstichstelle

Dies alles beeinträchtigt den Dackel nur vorübergehend. Sein Immunsystem reagiert auf die injezierten Erreger und beginnt mit der Bekämpfung. Solche leichten Nebenwirkungen sind also demnach ein gutes Zeichen.

Echte Impfkomplikationen sind äußerst selten. Das Risiko einer Ansteckung mit einer der gefährlichen Krankheiten liegt um ein vielfaches höher, als die Möglichkeit einer Komplikation.

Was sind mögliche Komplikationen?

Impfschaden

Hier zeigt der Hund oft noch in der Praxis erste Symptome. Er hat eine allergische Reaktion auf den Impfstoff und reagiert mit einem Abszess an der Injektionsstelle oder Organe werden in Mitleidenschaft gezogen.

Impfdurchbruch

Selten kommt es vor, dass der Hund genau an der Krankheit erkrankt, gegen die ihn die Impfung hat schützen sollen. Doch wie ist das Möglich?

  • Nicht alle Impfseren schützen vor allen Erregerstämme, die eine Krankheit auslösen können.
  • Der Dackel hatte breits vor der Impfung Kontakt zum Wildtyp.
  • Bei einem geschwächten Immunsystem kann eine Impfung manchmal nicht seine Wirkung entfalten. Darum sollten Hunde immer parasitenfrei und gesund sein, ehe sie geimpft werden.
  • Welpen mit Nestschutz haben noch mütterliche Antikörper im Blut, die ebenfalls die Wirkung der Impfung beeinträchtigen können.

Impferkrankung

Hier erkrankt der Hund, weil das Impfserum fehlerhaft war. Die Erreger sind also nur unzureichend oder gar nicht abgetötet worden. Es gab also bei der Herstellung einen Produktionsfehler. Die Chance einer Impferkrankung ist gleich Null, weil die Herstellung engmaschig kontrolliert wird.

Die in Deutschland zugelassenen Impfstoffe sind seit Jahrzehnten erprobt und erfoscht. Sie gelten als sehr sicher und schwere Komplikationen sind selten.


Mögliche zusätzliche Impfungen für den Dackel

Unter gewissen Umständen ist es wichtig den Dackel noch zusätzlich gegen bestimmte Krankheiten zu impfen. Am besten kann man mit dem behandelnden Tierarzt besprechen, ob die Voraussetzungen und Bedingungen dafür gegeben sind.

Gegen folgende Erkrankungen kann zusätzlich geimpft werden

Borreliose – Borrelia burgdorferi

Dackel Zecken
Durch Zecken wird die Borreliose übertragen. Wichtig ist es, die Zecke schnellstmöglich zu entdecken und innerhalb von 24 Stunden zu entfernen!

Diese bakterielle Erkrankung wird durch Zecken übertragen. Oft verlaufen die Erkrankungen beim Dackel symptomlos.

Aber es können auch schwere Fälle auftreten. Schwellung der Gelenke, der Wirbelsäule oder der Muskeln, Lahmheit und Fieber.

Häufig treten Impfreaktionen auf und die Dackel erkranken oft nach Impfung an Symptomen der Borreliose. Deshalb ist eine Impfung sehr umstritten.

Einem Zeckenbefall kann aber vorgebeugt werden, indem Du den Dackel täglich auf Zecken absuchst.

Dabei kann eine Übertragung der Erkrankung verhindert werden, wenn die Zecke innerhalb der ersten 24 Stunden entfernt wird. Zusätzlich sollte ausreichend gegen Zecken geschützt werden.

Herpesviren

Für Herpesviren besonders anfällig sind Welpen im Alter von zwei bis drei Wochen, wenn sie Kälte ausgesetzt sind.

In diesem Welpenalter kann noch nicht geimpft werden. Es kann zu Husten, Erbrechen Durchfall und weiteren Symptomen kommen.

Die Viren gehören mit zu den Viren des sogenannten Zwingerhusten-Komplexes und es können sich die Symptome der einzelnen Erkrankungen gegenseitig verstärken.

Eine akute Infektion kann bei trächtigen Hündinnen zum Welpensterben im Mutterleib oder kurz nach der Geburt führen.

Babesiose – Hundemalaria

Diese Erkrankung wird durch Einzeller der Gattung Babesia hervorgerufen.

Die Infektionskrankheit bewirkt bei Hunden eine Zerstörung der roten Blutkörperchen und geht mit hohem Fieber einher. Dadurch kommt es zur Blutarmut, die mal mehr oder weniger ausgeprägt sein kann.

Die Übertragung der Einzeller erfolgt durch Zecken und kann ohne Behandlung innerhalb weniger Tage tödlich verlaufen.

Zwingerhusten-Komplex

Beim sogenannten Zwingerhusten-Komplex handelt sich um eine infektiöse Erkrankung der oberen Atemwege.

An der Entstehung der Krankheit sind unter anderem, neben zahlreichen anderen Erregern, drei wichtige Erreger beteiligt: Bordetellabakterien, Parainfluenzaviren und Herpesviren.

Von Land zu Land kann die Beteiligung der Virusarten verschieden sein. Die Dackel stecken sich durch Tröpfcheninfektion untereinander an und zeigen Symptome mit zum Teil trockenen und quälenden Husten.

Auch wenn es in vielen Fällen zu Spontanheilungen kommen kann, sind stärkere Verläufe nicht ausgeschlossen.


Der EU-Heimtierausweis und seine Bedingungen

EU Heimtierausweis Dackel Reise
Für die Reise ist der EU Heimtierausweis unbedingt nötig. Jeder Tierarzt kann diesen Heimtierausweis ausstellen.

Wenn Du mit Deinem Dackel auf Reisen gehen möchtest, so benötigst Du seit 01.10.2004 einen sogenannten EU – Heimtierausweis.

Jeder niedergelassene Tierarzt, der zur Ausstellung eines solchen Ausweises autorisiert ist, kann das Dokument ausstellen.

Dabei muss der Pass, neben Angaben zum Dackel selbst und dem jeweiligen Besitzer, einen tierärztlichen Nachweis über einen gültigen Impfschutz gegen Tollwut enthalten.

Für einen deutschen Dackel heißt das, dass er minimal 30 Tag und maximal 12 Monate vor der Reise geimpft werden muss.

Außerdem muss der Dackel durch einen elektronischen Transponder (Mikrochip) identifiziert werden können.

Dieser wird vom Tierarzt unter die Haut injiziert. Allerdings gelten im Vereinigten Königreich, Malta, Schweden und Irland strengere Anforderungen an den Impfschutz gegen Tollwut mittels einer Blutuntersuchung auf Antikörper.

Auch gelten dort strengere und gesonderte Bestimmungen gegen Zecken- oder Bandwurmbefall.


Impfentscheidungen am besten gemeinsam mit dem Tierarzt treffen

Die Impfung des Dackels ist allerdings eine individuelle Entscheidung. Eine Impfpflicht gibt es in Deutschland nicht.

Dabei sollten auch nur die Komponenten in Betracht gezogen werden, die für den einzelnen Dackel in Frage kommen. Damit können unnötige Impfungen, die den Welpen oder auch erwachsenen Dackel schwer belasten können, vermieden werden.

Denn Nebenwirkungen sind zwar selten, können aber nicht ausgeschlossen werden. Dabei kann der betreuende Tierarzt am besten entscheiden, welche Impfungen für den einzelnen Dackel notwendig und sinnvoll sind.

Allerdings ist es sehr wichtig zu wissen, dass eine Grundimmunisierung für einen ausreichenden Schutz auch bei älteren Tieren notwendig ist.

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