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Der Dackel – ein Hund mit mutigem Charakter


Um das Wesen und den Charakter der Dackel besser verstehen zu können, sollte seine Herkunft nicht vergessen werden. Wer den Entwicklungshintergrund kennt, ist in der Lage, sich kompetent auf die Wesenszüge der Hunderasse Dackel einzustellen und die richtigen Verhaltensweisen bzw. erzieherischen Maßnahmen zu ergreifen.

Ursprünglich ist der Dackel (auch Dachshund oder Teckel genannt) gezüchtet worden, um unter der Erde zu jagen. Dabei wurde er auf Raubtiere wie den Dachs angesetzt, die im Grunde dem Dackel überlegen sind. Dies erklärt, warum der Dackel auch heute noch ein mutiges, selbstbewusstes, entscheidungsfreudiges und auch kämpferisches Wesen aufweist.

Dackel Charakter
Was macht den Dackel Charakter aus? Besonders sein Urzweck – die Jagd – ist oft zu spüren.

Nur durch diese Charakterzüge konnte der Dackel vor vielen Jahren auf der Jagd überleben.

Was macht einen Dackel insbesondere aus?

Aus dem ursprünglichen Einsatzgebiet des Dackels lässt sich sein Charakter also sehr gut ableiten. Das ausgeprägte Selbstbewusstsein erklärt sich aus der Tatsache, dass der Dackel bei der Jagd in Bauten auf sich alleine gestellt war: hier gab es niemanden, der ihn in gefährlichen Situationen hätte anleiten können.

Dies verdeutlicht auch, warum die Bindungswilligkeit des Dackels nicht so intensiv ausgeprägt ist wie bei anderen Hunderassen. Nichtsdestotrotz haben sachkundige und geduldige Hundeführer die Möglichkeit, eine sehr intensive Beziehung zu ihrem Hund aufzubauen. Daher empfiehlt es sich, einen Dackel vom Welpenalter an konsequent zu erziehen.

Teckel Charakter
Zum Charakter des Teckels gehört die intensive Bindung zum Menschen.

Gleiches gilt auch für den Umgang mit anderen Hunden, denn auch hier zeigt der Dackel aufgrund des ausgeprägten Selbstbewusstseins oft wenig Respekt, selbst gegenüber großen Hunden. Die dem Dackel oft vorgeworfene Sturheit lässt sich sehr gut beherrschen, wenn das Tier von klein auf konsequent geführt wird.

Dackel Buch
Dackel Buch

Manchmal wird der Dackel auch ‚Erdferkel‘ genannt. Hiermit ist seine Buddelleidenschaft gemeint, die noch auf seinen Einsatz als Jagdhund zurückgeht. Hundebesitzer mit Garten sollten dem Tier diese Freiheit unbedingt lassen und in Kauf nehmen, dass der Hund Teile des Gartens für sich nutzt und diese etwas umpflügt – dies gehört zu einer artgerechten Haltung der Hunderasse Dackel unbedingt dazu.

Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Motivation: Der Hundehalter muss im Grunde nur herausfinden, mit welchen Mitteln er seinen Hund am besten motivieren kann. Mit einer gesunden Portion Ausdauer, Konsequenz und Beharrlichkeit lässt sich ein Dackel genauso ausbilden wie jede andere Hunderasse.

Das Wesen des Dackels im Überblick

  • stur
  • selbständig
  • klug
  • mutig
  • tapfer
  • verspielt
  • weniger bindungswillig als andere Rassen
  • buddelt gern
  • kämpferisch
  • entscheidungsfreudig
  • hat Jagdinstinkt

Sind Dackel verschmust?

Dies hängt sicherlich auch mit dem individuellen Charakter eines Tieres zusammen, doch in der Regel sind Dackel freundlich und verschmust. Sie lassen sich gerne streicheln oder den Bauch kraulen und genießen die Aufmerksamkeit ihrer Menschen. Nur weil ein Dackel also selbständig ist und oft eigene Entscheidungen trifft, bedeutet dies nicht gleichzeitig, dass in ihm keine Schmusebacke steckt.

Sind Dackel bissig?

Kein Hund kommt bissig auf die Welt. Wenn ein Dackel schnappt oder gar beißt, ist irgendetwas schiefgelaufen. Er könnte schlechte Erfahrungen gemacht haben oder ist schlichtweg falsch erzogen worden. Auf viele Menschen wirkt der Dackel zum Beispiel einfach niedlich und darum kommt es nicht selten vor, dass sie ihn anfassen wollen. Sie beugen sich bedrohlich über ihn bzw. zu ihm hinab und berühren seinen Kopf. Etwas, das viele Hunde gar nicht oder zumindest nicht von Fremden mögen. Je nach Charakter und Erfahrungswerten des Hundes kann dieser also mit Abwehrverhalten reagieren und knurren oder auch schnappen. Unterbinden kannst Du dies, indem Spaziergänger und Co Deinen Dackel nicht einfach streicheln dürfen. Bei der Erziehung muss darauf geachtet werden, dass Dein Hund Dich als ranghöher anerkennt und nicht meint, Dich in Grenzen zu verweisen.

Ist ein Dackel gefährlich?

„Wenn ein Dackel in den Spiegel blickt, dann sieht er einen Löwen.“ Dieses Sprichtwort kennen bestimmt viele. Ein Dackel ist mutig und hat das Herz eines Löwen. Er lässt sich nicht so schnell ins Bockshorn jagen und stellt sich auch größeren Gefahren. Was aber nicht heißt, dass ein Dackel auch gefährlich ist. Er ist nicht mehr oder weniger gefährlich als andere Hunde. Höchstens für das Wild, welches er früher half aufzuspüren. Zeigt ein Dackel aggressives Verhalten, ist dies hingegen auf Erziehungsmängel oder schlechte Erfahrungen zurückzuführen.

Ist der Dackel wirklich stur?

Der Dackel ist überaus selbstbewusst. Bei seiner Arbeit unter der Erde musste er nämlich alleine Entscheidungen treffen. Diese Selbständigkeit gekoppelt mit Mut halfen dem Dackel zu überleben, wenn es zum Konflikt mit einem Fuchs oder Dachs kam. Es macht ihm zudem nichts aus, auch mal ohne seinen Menschen herumzustreunen und ist nicht so bindungswillig, wie viele andere Rassen. Sein autonomes Wesen hat ihm den Ruf eingebracht, stur zu sein. Doch mit viel Geduld und Konsequenz lässt sich jeder Dackel erziehen. Hier muss der Besitzer einfach den größeren Sturkopf haben.


Ist ein Dackel ein Familienhund?

Auch wenn der Dackel ursprünglich für die Jagd gezüchtet wurde, so wird er heutzutage überwiegend als Familien- und Begleithund gehalten. Er gehört zu den beliebtesten Rassen überhaupt und das nicht nur in Deutschland. Wer den Teckel als Familienhund halten möchte, sollte auf eine gute Sozialisation und Erziehung viel Wert legen. Damit ein harmonisches Zusammenleben von Dackel und seinen Menschen möglich ist.

Sind Dackel kinderlieb?

Dackel Kinder Familie
Mit der richtigen Erziehung ist der Dackel ein hervorragender Hund für Kinder und Familie.

Kind und Dackel? Ist dies eine gute Kombination? Aber ja! Dackel sind bewegungsfreudig, verspielt und sehr kuschelbedürftig. Er wird sich sicherlich prima mit dem Nachwuchs verstehen und ist sehr behutsam und lieb. Die Rasse liebt zudem meist alle Familienmitglieder gleichermaßen und beschützt auch ihre Menschen.

Hier kommt es jedoch stark auf die Erziehung des Tieres an. Wenn der Dackel liebevoll und vernünftig sozialisiert wurde, so entwickelt er sich zu einem familientauglichen Wesen. Allerdings sollte man dem Dackel immer einen gewissen Freiraum einräumen und seine Gutmütigkeit nicht überstrapazieren.

Falls der Dackel mit Kindern gemeinsam aufwächst und er keine negativen prägenden Erfahrungen macht, so kann er also zu einem problemlosen Familienhund werden. Generell empfiehlt es sich, Hunde und kleine (vor allem dem Hund nicht bekannte) Kinder nicht alleine zu lassen. Werden diese Grundregeln beachtet, ist der Dackel auch als Familienhund gut geeignet.

Wer wird mit dem Dackel glücklich?

Auch wenn der Dackel auf den ersten Blick nicht so aussieht: Er ist aktiv, verspielt, ausdauernd und gern mit von der Partie. Darum eignet er sich vor allem für Personen, die gerne unterwegs und draußen sind. Doch neben Spaziergängen braucht der Dackel auch Kopfarbeit, um ausgelastet und glücklich zu sein. Jemand, der die Bedürfnisse eines Jagdhundes versteht wäre also optimal.

Ist ein Dackel für Anfänger geeignet?

Der Dackel mag kein klassischer Anfängerhund sein, doch es ist nicht unmöglich, ihn als Ersthund zu halten. Wer also einen Dackel sein Eigen nennen möchte, braucht Motivation, Ehrgeiz und arbeitet am besten mit einer Hundeschule zusammen, damit sich Fehler erst gar nicht einschleichen können.

Familien werden selbstverständlich (wie weiter oben beschrieben) ebenfalls mit dem kleinen Krummbein glücklich. Der Dackel mag alle Familienmitglieder gleichermaßen und freut sich über die Aufmerksamkeit.

Welcher Dackel passt zu mir?

Die Grundzüge des Charakters und Dackelwesens sind bei allen Dackelvarianten gleich. Ob Du also einen Teckel, Zwergteckel oder Kaninchenteckel wählst, hängt von Deinem persönlichen Geschmack ab. Außerdem gibt es innerhalb der Rasse noch unterschiedliche Fellstrukturen. So hast Du die Wahl zwischen Kurzhaar-, Rauhaar und Langhaardackel. Ob Du also einen kurzhaarigen Zwergdackel oder einen rauhaarigen Standard-Dackel Dein Eigen nennst: die typischen Rassemerkmale und Wesenszüge bleiben gleich. Allerdings solltest Du bedenken, dass beim Rauhaar auch noch ein klein wenig Terrieranteil mit drin steckt und im Langhaar etwas Spaniel.


Der Dackel und andere Haustiere

Hast Du bereits Tiere zu Hause und der kleine Dackel kommt hinzu, so wird er die anderen Bewohner vermutlich als gegeben hinnehmen und sie akzeptieren. Vermutlich. Vorsichtig solltest Du immer sein, insbesondere, wenn es sich um kleinere Tiere handelt, wie Hamster, Meerschweinchen und Co.

Außerdem kann der Dackel gegenüber „fremden“ Haustieren, die nicht mit ihm zusammen wohnen, trotzdem Jagdtrieb an den Tag legen. Nur weil er also Deine Katze akzeptiert, muss dies für Nachbars Samtpfote noch lange nicht gelten. Sei besonders achtsam, wenn Du einen Dackel hast und die Anschaffung eines weiteren Tieres möchtest.


Dackel Rassestandard: Welche Dackel gibt es? Welche Arten von Dackeln gibt es?

Beim Dackel handelt es sich um einer von der FCI (Fédération Cynologique Internationale) offiziell anerkannte Hunderasse, die in Deutschland vom eingetragenen Teckelclub gezüchtet wird. Die konkrete Einordnung lautet:

FCI Gruppe 4, Sektion 1, Standard 148

Rauhaardackel Kurzhaardackel Langhaardackel
Rauhaardackel Kurzhaardackel Langhaardackel im FCI Standard

Gemäß diesem Rassestandard weist der Dackel einige charakteristische anatomische Merkmale auf, die im Folgenden kurz dargestellt werden.

Insgesamt zeigt der Dackel eine kurzläufige, langestreckte und sehr kompakte Körperform auf. Auch wenn es zunächst nicht so scheint, ist der Dackel sehr muskulös.

Die aufrechte Haltung und der aufmerksame Blick sind sinnstiftend für diesen Jagdhund. Vor allem die kurzen Beine sind im Rassestandardexplizit verankert: Hierbei handelt es sich um eine gezielte Selektion im Hinblick auf Chondrodysplasie, womit eine Mutation des Skelettsystems gemeint ist.

Durch den langen Rücken des Dackels sind Hundesportarten wie Agility nur eingeschränkt empfehlenswert, da vor allem häufiges Springen für den Dackelrücken schädlich sein kann. Wichtig zu erwähnen ist noch, dass schwarze Dackel ohne Brand sowie weiße Fellvariationen vom offiziellen Rassestandard explizit ausgeschlossen sind.

Wie groß ist ein Dackel?

Die unterschiedlichen Dackelvarietäten werden nicht nach Größe (Widerristhöhe) sondern nach Brustumfang eingruppiert. Dabei gibt es folgende Unterteilung.

1) Teckel: Hierbei handelt es sich um die größte Form des Dackels. Der Teckel weißt einen Brustumfang über 35 cm auf, die Gewichtsobergrenze liegt bei 9 Kilogramm.

2) Zwergteckel: Der Name deutet bereits auf einen Größenunterschied zum Teckel hin. Hier liegt der Brustumfang laut Rassestandards (siehe unten) bei 30 – 35 Zentimetern.

3) Kaninchenteckel: Dieser stellt die kleinste Ausprägung der Hunderasse Dackel dar. Der Brustumfang des Kaninchenteckels beträgt maximal 30 Zentimeter.

Die Vielzahl an Rassen ergibt sich aus diesen Größenordnungen und der Kombination mit den oben beschriebenen Fellvariationen. Nun wird auch verständlich, warum in der Jägersprache überwiegend der Begriff Teckel gebräuchlich ist: Diese kleine und wendige Form ist ideal, um in Bauten unter der Erde auf die Jagd zu gehen.

Warum wird der Rauhaardackel als Jagdhund eingesetzt?

Nicht nur der Rauhaardackel eignet sich für die Jagd. Ebenso kommen Langhaardackel und Kurzhaardackel bei Jägern zum Einsatz. Die kurzhaarige Variante ist sogar die ursprünglichste. Vermutlich ist der Rauhaardackel bei Jägern so beliebt, weil er robuster ist und im Gegensatz zu den anderen Schlägen Unterwolle aufweist, die ihn witterungsbeständiger macht. Übrigens: Jäger und Förster setzten bei ihrer Arbeit am häufigsten die Standarddackel ein. Zwerg- und Kaninchendackel spielen bei der Jagd mittlerweile kaum noch eine Rolle.

Was ist ein Kaninchenteckel?

Der Kaninchenteckel oder auch Kaninchendackel ist eine Unterart des Dackels. Weitere Arten sind Standard-Dackel und Zwergdackel. Die Eingruppierung erfolgt nach Brustumfang. Alle Varianten gibt es in den 3 unterschiedlichen Fellvarianten: kurzhaar, langhaar und rauhaar.

Der Kaninchendackel ist der kleinste Rassevertreter mit einem Brustumfang (gemessen mit 15 Monaten) von maximal 30 cm.

Der Kaninchenteckel ist, im Vergleich zu den anderen beiden Unterarten, eine spätere Züchtung und wurde speziell gezüchtet, um auch Kaninchen aus dem Bau zu jagen.

Warum haben Dackel kurze Beine?

Veränderungen im Erbgut (Mutationen) sorgen für die kurzen Dackelbeinchen. Diese Mutationen (Achondroplasie / Chondrodysplasie) stammen von Mutter Natur und sind eine Form von Kleinwüchsigkeit. Die Wachstumsfugen in den Knochen härten verfrüht aus und behindern so ein weiteres Wachstum. Den Grundstein für kurzen Hundebeine hat also die Natur gelegt, allerdings kann der Mensch durch gezielte Zucht solche Merkmale weiter vorantreiben.

Warum ist der Dackel so lang?

Bei Achondroplasie (auch Chondrodysplasie genannt) kommt es also zu einem gestörten Wachstum, was aber nicht nur die oben genannten kurzen Dackelbeinchen zur Folge hat. Darüber hinaus gilt es zu unterscheiden zwischen proportionaler Achondroplasie (Körper und Extremitäten sind gleichmäßig kleiner, wie z.B. beim Zwergpinscher) und einem disproportioniertem Kleinwuchs. Hier sind vor allem die Extremitäten vom gestörten Längenwachstum betroffen. Dies ist beim Dackel der Fall. Sein Körper ist nahezu „normal“ groß, aber seine Beine im Vergleich dazu einfach zu kurz geraten. Darum wirkt der Dackel so lang.

Kann ein Dackel Schwimmen?

Ja. Es gibt viele Dackel die gerne im Wasser planschen und auch schwimmen. Aber: Ihre kurzen Beine erzeugen nicht so viel Auftrieb, wie bei langbeinigen Hunden. Sie müssen sich also vermehrt anstrengen, um über Wasser zu bleiben. Darum ist an Gewässern besondere Vorsicht geboten. Begleite Deinen Dackel ins Wasser oder lasse ihn nur am Ufer spielen. Wer gern mit Dackel baden gehen möchte, kann eine Schwimmweste für Hunde als Unterstützung mitnehmen. Diese sorgen für mehr Auftrieb.


Unter welchem Namen kennt man den Dackel noch?

Die meisten kennen die Rasse unter dem Namen Dackel, doch Teckel ist fast ebenso geläufig. Zumindest weiß jeder auf Anhieb, wer gemeint ist. Weitere Namen für das deutsche Krummbein sind:

  • Dachshund
  • Weenie Dog
  • Sausage Dog
  • Wiener

Wie lange lebt ein Dackel?

Dackelbesitzer können sich freuen. Ihr Gefährte wird es auf eine Lebenserwartung von 12-16 Jahren bringen. Wie viele Lenzen er am Ende aber zählt, hängt von vielen Faktoren ab. Dabei ist eine gute Abstammung (gesunde Elterntiere) nur die halbe Miete.
Der Dackel benötigt zudem ein sicheres, hundefreundliches und liebevolles Zuhause mit Familienanschluss. Er braucht ausreichend Bewegung, gesundes Hundefutter und eine gute medizinische Versorgung. Dies sind die groben Eckpfeiler eines schönen und langen Hundelebens.

Vorurteile gegenüber dem Dackel

1. Schwer zu erziehen

Stimmt teilweise. Ein Dackel denkt mit, ein Dackel ist schlau und er hat eben seinen eigenen Kopf. Einige behaupten sogar, er sei sehr stur. Dies stimmt alles in gewissem Maße. Was aber nicht gleichbedeutend ist mit „schwerer zu erziehen“. Es braucht nur etwas mehr Geduld, mehr Wiederholungen und mehr Konsequenz. Futter ist für viele Dackel ein Anreiz mitzumachen und manchmal müssen Halter beim Training ein bisschen kreativ werden. Doch jeder Hund lässt sich erziehen. Dackel oder nicht. Es dauert vielleicht nur etwas länger.

2. Kein Freilauf möglich

Stimmt teilweise. Der Jagdinstinkt kann mehr oder minder stark ausgeprägt sein. Es gibt Zuchthunde, die werden jagdlich geführt und solche, die reine Familienhunde sind. Es stimmt jedoch, dass dieser Jagdtrieb es mitunter schweren kann, dem Dackel Freilauf zu gewähren. Immerhin soll er ja nicht im Wald oder auf dem Feld plötzlich seinen Instinkten nachgehen und verschwinden. Hier heißt es früh daran arbeiten. Den Jagdtrieb in geregelte Bahnen lenken und den Rückruf bis zur Perfektion zu trainieren. Wenn den Dackel doch seine Jagdleidenschaft packt, dann muss er eben an die Schleppleine, um ihn zur Not zurückzuholen.

3. Nur etwas für Jäger

Nein. Würde dieses Vorurteil stimmen, wären Dackel bestimmt nicht momentan (laut VDH und basierend auf deren Welpenstatistik) auf Platz 2 der Beliebtheitsskala. Der Dackel ist (und war schon immer) Kult und ein treuer und aktiver Begleiter. Teckel sind außerdem schlau, liebenswert und geschätzte Familien- und Begleithunde. Die Welpenzahlen sprechen für sich und der VDH spricht sogar von einem regelrechten Dackelboom (Stand: 2020)

4.  Dackel sind wenig bindungswillig

Stimmt teilweise. Wer sich die ursprüngliche Bestimmung des Dackels ansieht, wird schnell verstehen, dass neben einer gewissen Portion Mut auch einiges an Selbständigkeit nötig war für die Jagd unter der Erde. Der Jäger kann nicht direkt eingreifen, sollte es brenzlig werden. Darum haben viele Dackel eben ihren eigenen Kopf und entscheiden gerne mal selbst. Was aber nicht heißt, dass keine enge Bindung zum Besitzer entstehen kann. Mit viel Liebe, Konsequent und Geduld können Mensch und Hund sehr wohl ein gutes Team werden. Und Dackel genießen genauso Streicheleinheiten und die Anwesenheit ihrer Besitzer, wie andere Rassen.

Warum bellen Dackel so viel?

Es wird dem Dackel gerne nachgesagt, dass er viel bellt. Ein lautes und durchdringendes Bellen war in der Tat nötig, damit sich der Dackel unter der Erde bemerkbar machen und der Jäger ihn lokalisieren konnte. Wenn Dein Dackel jedoch zu Hause pausenlos kläfft, hängt dies jedoch leider oft mit mangelnder Erziehung zusammen. In den Köpfen vieler Menschen herrscht das Vorurteil, der Dackel sei stur und darum schlecht zu erziehen. Die Folge: viele Halter versuchen es erst gar nicht. Und wenn sie als Resultat einen ungezogenen Hund vor sich haben, schieben sie es eben wieder auf die Sturheit. Ein Teufelskreis. Hinzu kommt der Fehler, dass der Dackel nicht ausreichend ausgelastet wird. Er ist ein Jagdhund und braucht eine Aufgabe, viel Beschäftigung und Auslauf. Leider sitzt er aber bei vielen nur auf dem Sofa oder ist ein „Schoßhündchen“. Ein Grund übrigens warum es oft viele übergewichtige Dackel gibt.


Der Dackel als Therapiehund?

Es ist sicher nicht unmöglich, einen Dackel als Therapiehund auszubilden. Ein klassisches Beispiel für einen Therapiehund-Vertreter ist er aber sicherlich nicht. Trotzdem hat so ein kleines Krummbein einige Vorteile:

  • Patienten haben oftmals weniger Angst vor kleineren Hunden.
  • Er ist niedlich.
  • Dackel sind verspielt
  • Er lässt sich leicht auf ein Bett heben.
  • Er kann auf den Schoß gesetzt werden
  • Er ist gern aktiv und arbeitet mit

Ob sich Dein Dackel für die Therapiehundearbeit eignet hängt jedoch von vielen unterschiedlichen Faktoren ab. Ein ausgeprägter Jagdtrieb oder Skepsis gegenüber Fremden wäre beispielsweise eher hinderlich. Der Hund sollte aufgeschlossen und menschenfreundlich sein, sowie eine solide Grunderziehung genossen haben.


Erziehung und frühe Sozialisation wichtig für die Charakterbildung

Zwar werden den Dackeln gewisse Grundwesenszüge mit in die Wiege gelegt, dies allein ist jedoch nur die halbe Miete. Als Besitzer entscheidest Du ganz wesentlich mit, welche Charaktereigenschaften sich einmal festigen. Dies erklärt, weshalb eine gute Erziehung so wichtig ist. Führe Dir also vor Augen, dass ein Hund nur so gut oder schlecht erzogen sein kann, wie sein Besitzer ihn werden lässt.

Einflussfaktoren für den späteren Charakter des Dackels sind:

  • Haltungsbedingungen: Ist der Dackel viel alleine, hat er Familienanschluss, sind andere Haustiere vorhanden)
  • Welche Erfahrungen hat der Vierbeiner als Welpe und Jundhund sammeln können (frühe Prägung und Sozialisation): Waren diese positiv, negativ oder neutral?
  • Welchen Erziehungsstil wählt der Besitzer (Strafen, positive Verstärkung)?
  • Umwelteinflüsse
  • Hatte der Halter bereits einen Hund oder konnte anderweitig Hundeerfahrung sammeln?
  • Wie ist der Gesundheitszustand des Hundes?
  • Welchen Lebensstil pflegt der Besitzer (aktiv oder Couch Potato)?
  • Wird der Hund mental und körperlich ausgelastet (unterforderte Hunde entwickeln häufiger Unarten)
  • Wird der Hund ausreichend sozialisiert?
  • Wird auf spezielle Bedürfnisse eingegangen, bzw. Wesenszüge in gewünschte Bahnen gelenkt (z.B. Jagdtrieb)?

Trotzdem ist es natürlich wichtig, dass die Elterntiere wesensfest sind und nicht verhaltensauffällig. Ein guter Züchter wird darauf achten und auch bei der Zuchttauglichkeitsprüfung wird der Richter sich den Charakter genau anschauen.Dennoch bist auch Du gefragt. Informiere Dich über die Rasse, besuche mit Deinem Dackel eine Hundeschule und lies einen soliden Erziehungsratgeber. Damit sich der wunderbare Charakter des Dackels entfalten und Dich jahrelang erfreuen kann. 


Wie unterscheiden sich Rüde und Hündin hinsichtlich ihres Wesens?

Es gibt tatsächlich einige Wesenszüge, die lassen sich etwas vermehrt bei Rüde oder Hündin finden. Allerdings solltest Du Dich niemals darauf verlassen, wenn Du vor der Entscheidung stehst, einen Dackeljungen oder ein Dackelmädchen zu Dir nach Hause zu holen. Den so einfach pauschalisieren lässt sich das Wesen nicht.

Viel wichtiger wäre es, wenn Du den Züchter um seine Meinung fragst. Er kennt seine Rasselbande und weiß genau, wer der Boss im Wurf ist, wer zurückhalten und kuschelbedürftig ist oder wer immer den Spaßvogel gibt. Er wird dafür sorgen, dass Dein zukünftiger Welpe und Du gut zusammenpassen.

Also vergiss am besten Meinungen wie:

  • „Hündinnen sind verschmuster.“
  • „Hündinnen lassen sich besser erziehen.“
  • „Rüden wollen immer ihr Revier verteidigen und sind aggressiver.“
  • „Rüden markieren viel und sind stur.“etc.

Nur weil Du Dich für eine Dackeldame entscheidest, hast Du nicht automatisch einen verschmusten Hund an Deiner Seite, der leicht zu trainieren ist.

Apropos Training. Es spielt bei der Erziehung Deines Welpen absolut keine Rolle, für welches Geschlecht Du Dich am Ende entschieden hast. Die Trainingsmethoden bleiben natürlich gleich.


Ausnahmezustand Läufigkeit

Einen wesentlichen Unterschied gibt es dann aber doch. Die Dackel-Hündin wird (sofern nicht kastriert) ca. zweimal im Jahr läufig werden. Mit der ersten Hitze kannst Du ab dem 6. Monat rechnen, es kann jedoch auch einige Monate längern dauern. Vielleicht gehörst Du auch zu den Besitzern, welche die erste Hitze gar nicht als solche wahrnehmen. Oftmals läuft diese etwas untypisch ab. Es dauert eben, bis sich der Körper der Hündin auf die Hormonumstellungen eingestellt hat.

Mit der Zeit lernst Du, wann es bald soweit ist. Du kennst Deine Hündin genau und wirst Verhaltensänderungen feststellen. Wie diese ausfallen ist jedoch ebenfalls von Tier zu Tier vollkommen unterschiedlich. Einige werden in dieser Zeit etwas zickig, andere brauchen mehr Kuscheleinheiten und wieder andere zeigen plötzlich die kalte Schulter.  Auch die Blutungsintensität kann deutlich variieren. Einige verlieren nur wenige Tropfen oder halten sich extrem sauber, während andere Dackeldamen vor sich hintropfen.

Diese Tipps helfen in dieser Zeit:

  • Decke Körbchen und Co. mit einem Handtuch ab, dass in die Kochwäsche kann.
  • Denke auch daran, Dein Sofa zu schützen, sofern der Hund dort liegen darf.
  • Kaufe Hundebetten, Decken und Körbchen, die sich waschen oder abwaschen lassen.
  • Achte verstärkt auf Hygiene.
  • Fliesen lassen sich ruck-zuck wischen und sauber halten.
  • Rolle Teppiche auf und leg sie erste nach der Hitze wieder aus.
  • Ziehe der Hündin ein Schutzhöschen an, wenn sie mehr blutet. Gewöhne sie rechtzeitig daran.
  • Freilauf solltest Du während dieser Zeit unterlassen.
  • Kommt Euch ein unangeleinter Rüde entgegen, mache den Besitzer auf die Läufigkeit aufmerksam.

Einige Hündinnen entwickeln eine Scheinträchtigkeit und evtl. können sie sogar etwas Milch absondern. Häufig suchen sich solche Hündinnen „Ersatzwelpen“, die sie bemuttern können. Dies kann zum Beispiel ein Spielzeug sein. Das Verhalten muss Dich nicht beunruhigen und ist vollkommen normal. Bei den Wölfen wird so zum Beispiel sichergestellt, dass die Welpen auch dann versorgt sind, wenn das Muttertier gerade nicht da oder verstorben ist.

Und die Dackel-Herren?

Auch diese können durchaus eine Verhaltensänderung durchmachen, wenn sie unkastriert sind und eine läufige Hündin in der Nachbarschaft ihre Duftmarken verteilt. Wie stark diese Veränderung ausgeprägt ist, kann auch hier wieder individuell sehr verschieden sein. Gut möglich, dass Dein Dackel versucht, sich vom Grundstück zu schleichen oder aus der Wohnung zu fliehen, um zu seiner Liebsten zu kommen. Einige fressen deutlich weniger oder sind sehr unruhig. Dies kann sogar so weit gehen, dass der Dackelmann bellt und jault. Gerne auch nachts und zum Unmut der Nachbar.

Ändert eine Kastration das Wesen meines Hundes?

Eine frühe Kastration vor der Geschlechtsreife oder kurz nach der ersten Läufigkeit, greift drastisch in den Hormonhaushalt ein. Dadurch kann es sein, dass die Sexualtriebe unterbunden oder deutlich abgeschwächt werden. Wird ein Dackelrüde beispielsweise sehr früh kastriert, dann verhält er sich läufigen Hündinnen gegenüber häufig neutral.

Allerdings sind diese frühen Eingriffe sehr umstritten. Hormone sind wichtig für eine gesunde Entwicklung und bestimmen unter Umständen auch das spätere Sozialverhalten entscheidend mit. Abgesehen davon, dass es laut Tierschutzgesetz verboten ist, ohne triftigen Grund eine Kastration vorzunehmen.

Falls Du eine Kastration in Erwägung ziehst, weil Dein Dackel unerwünschte Verhaltensweisen an den Tag legst, dann bist Du vielleicht enttäuscht. Denn diese OP ist kein Wundermittel und macht unerzogene Vierbeiner nicht plötzlich zu kleinen Engeln. Es kann, muss aber nicht sein, dass der Sexualtrieb abnimmt, Rivalitäten verringert werden, weniger dominantes Verhalten gezeigt wird oder weniger Aggressionspotenzial nach der Kastration vorhanden ist. Dies gilt besonders für Rüden, die erst sehr spät diesem Eingriff unterzogen werden. Ihr Wesen ändert sich so gut wie nicht mehr.
Suche also besser eine gute Hundeschule, um an den Problemen zu arbeiten, anstatt einen Termin beim Tierarzt zu machen.

Was sind Vor- und Nachteile einer Kastration?

Pro

  • Nachwuchs wird verhindert. Sehr wichtig bei zwei oder mehr andersgeschlechtlichen Hunden in einem Haushalt.
  • Keine Scheinträchtigkeit
  • Gebärmuttervereiterungen können verhindert werden
  • Keine Hormonschwankungen und damit verbundene Verhaltensänderungen
  • Eierstocktumoren wird vorgebeugt
  • Bei einer Kastration der Hündin vor oder nach der ersten Läufigkeit, sinkt das Risiko für Gesäugetumore signifikant.
  • Weniger Pflegeaufwand bei Hündin und Haushalt während der Läufigkeit (dies allein sollte aber niemals ein Kastrationsgrund sein)

Kontra

  • Haut und Fellveränderungen nach dem Eingriff
  • Anhaltende (also nicht nur vorübergehende) Inkontinenz kann gelegentlich vorkommen.
  • Unerwünschte Verhaltensweisen werden nicht abgestellt
  • Neigung zu Übergewicht
  • Verminderter Bewegungsdrang durch den veränderten Hormonhaushalt
  • Risiko von Narkose und OP ist nicht von der Hand zu weisen
  • Schilddrüsenunterfunktionen kommen gelegentlich vor

 

Dieser Beitrag hat 6 Kommentare

  1. Matilde

    Hallo!
    Unsere Kanninchendackeldame haben wir mit 4 Monaten von der Züchterin bekommen. Sie ist mittlerweile fast 2 Jahre alt. Sie lebt bei uns in der Familie (wir haben drei Kinder im Alter von 7 Jahren bis 15 Jahre)und unsere Dackeldame ist sehr lieb und geduldig mit der ganzen Familie. Das einzig Störende ist, dass sie an der Leine sehr schlecht oder auch schleppend mitläuft. Sie bleibt wirklich dauernd stehen und markiert dauernd und ein mitlaufen ist sehr stockend. Da wir in der Stadt wohnen, möchte ich sie nicht frei laufen lassen.
    Hat jemand einen Tipp für uns?

    1. Dackel.de

      Hallo Matilde!

      Wie klappt es mittlerweile mit der Leinenführigkeit? Bleibt die Dackeldame immer noch permanent stehen? Macht sie das nur zum Markieren oder lässt sie sich generell schnell ablenken? Wurden gesundheitliche Gründe ausgeschlossen, wie z.B. Schmerzen?
      Ich vermute, mit Leckerlis oder einem Spielzeug wurde schon versucht, den Hund zu locken? Eine weitere Möglichkeit wäre, die Leine fallenzulassen und einfach weiterzugehen, wenn die Dame zu beschäftigt mit anderen Dingen ist. Entfernt sich der Besitzer, entscheiden sich viele Hunde dann doch, besser aufzuholen und mitzulaufen. Da dies in der Stadt aber recht gefährlich ist, könnte eine Schlepp- oder Rolleine vielleicht helfen.

      Wir freuen uns auf ein Update 🙂
      Liebe Grüße,
      Vanessa

  2. Yvonne

    Wie ist das eingentich mit der Verteitigung? Werde ich geschützt wenn mich eine ungewünschte Person angreift?

    Danke

    Yvonne

    1. Dackel.de

      Hallo Yvonne!

      Ich verstehe die Frage nicht ganz. Meinst Du, ob Dich der Dackel beschützt, wenn Dich jemand angreifen sollte?
      Das lässt sich pauschal wohl nicht sagen. Es gibt sicher viele Dackel, die gehen zum Angriff über, wenn ihre Menschen angegriffen werden. Aber auch solche, die eher die Flucht ergreifen. Es kommt sicherlich auch auf den Angriff an sich an. Schlägt die Person den Hund oder tritt ihn? Das kann bei einem kleinen Dackel durchaus böse ausgehen und sehr schmerzhaft sein. Ich habe drei Hunde und alle knurren, wenn sie die Situation für bedrohlich halten. Bei einem weiß ich zu 100 % das er auch angreifen würde. Die anderen beiden würden drohen aber vermutlich eher zurückweichen, sollte wirklich jemand handgreiflich werden. Absolut sicher bin ich mir aber nicht, da ich zum Glück noch nie in der Situation war. 🙂
      Liebe Grüße,
      Vanessa

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