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Ein beschwerdefreier Dackelalltag, leider nicht immer realisierbar!


Umgeben von liebevollen Menschen und geprägt von Spiel, Spaß und Abenteuer, genießt der Dackel sein unbeschwertes Hundeleben.

Doch früher oder später ist es so weit, dem kleinen Liebling steht sein erster Tierarztbesuch bevor.

Bestenfalls findet dieser bereits vor der Geburt, als Vorsorgeuntersuchung der noch trächtigen Hündin statt.

Solche Termine sind ohne Frage ein wichtiger Bestandteil, um optimale Voraussetzungen für ein sorgenfreies und gesundes Dackeldasein zu schaffen.

Dackel beim Tierarzt
Auch beim Tierarzt wird der Dackel heute mit den modernsten Geräten diagnostiziert.

Komplikationen, die während des Werfens ungeahnt entstehen könnten, werden durch fortschrittliche Diagnostikverfahren auf ein Minimum reduziert.

Ist ein Kaiserschnitt unumgänglich, kann dieser im Voraus geplant und die nötigen Maßnahmen getroffen werden.

Anschließend steht der erste – reale – Besuch beim Doktor binnen weniger Wochen ins Haus.

Durch die besonders hohe Gefahr sich als Welpe schon im Mutterleib mit Würmern zu infizieren, erfolgt die Erstentwurmung mit ca. 2 Wochen.

Es wird angeraten diese kontinuierlich in zyklischen Abständen aufzufrischen, um schwerwiegende Folgen durch Parasitenbefall für den Dackelnachwuchs zu vermeiden.

Von Jung bis Alt – der Veterinär des Vertrauens

Ein Tierarzt ist gleichermaßen im Welpenalter, wie auch auf dem späteren Lebensweg, ein kompetenter Ansprechpartner für die verschiedensten Belange.

Aus diesem Grund ist eine Vertrauensbasis zwischen Hund, Halter und Veterinär von zentraler Bedeutung. Doch wann ist es so weit, woran erkennt der Dackelbesitzer, dass ein fachkundiger Rat von Nöten ist?

Wann muss ein Dackel zum Tierarzt?

kranker Dackel
Verhält sich Dein Dackel auffallend ruhig, teilnahmslos oder ungewohnt, dann ist häufig der Gang zum Tierarzt notwendig!

Erste Anzeichen sind atypische Verhaltensweisen und ungewohnte Abläufe. Treten unübliche Merkmale wie Teilnahmslosigkeit oder Fressunlust zum Vorschein, sollte die Praxisnummer stets griffbereit aufbewahrt werden.

Weitere Vorkehrungen beinhalten, den Dackel präzise zu beobachten und bei zunehmenden Auffälligkeiten einen telefonischen Rat einzuholen.

Bei unklaren und schwerwiegenden Beschwerden ist ein sofortiger Besuch vor Ort unausweichlich, wenn nötig auch ohne vorherige Absprache!

Dackel Ingo nach einer Operation mit verschiedenen Komplikationen in einem Rolli.
Dackel Ingo nach einer Operation mit verschiedenen Komplikationen in einem Rolli.

Hierbei ist es wichtig zu bedenken, je eher das fachkundige Personal von der bestehenden Symptomatik erfährt, desto besser wird es sich auf den Patienten einstellen und ihn in Empfang nehmen können.

Vor allem bei Notfällen wie einem anaphylaktischen Schock, als Folge einer allergischen Reaktion auf einen Insektenstich, kann dies über Leben und Tod entscheiden.

Weitere Beispiele, wann es Zeit für den Tierarzt ist:

  • wenn ungewohnte Verhaltensweisen auftreten (Teilnahmslosigkeit, Aggressivität).
  • sich Fress- oder Trinkverhalten gravierend ändern.
  • bei offensichtlicher Lahmheit, Schonhaltungen oder Lähmungserscheinungen.
  • bei Verletzungen und Blutungen.
  • nach einer Beißerei mit einem anderen Hund.
  • Parasiten entdeckt oder vermutet werden.
  • Haarausfall, kahle Stellen, Schuppen oder sonstige Fellveränderungen.
  • Getrübte oder stark tränende Augen.
  • bei vermuteter oder bestätigter Vergiftung.
  • nachdem ein Giftköder (z.b. auch mit Rasierklingen gespickt) geschluckt wurde.
  • der Dackel mit dem Hinterteil „Schlitten fährt“.
  • Langanhaltender oder auffällig wirkender Durchfall oder Erbrechen (z.B. mit Blutbeimengungen).
  • Stark gefärbter Urin oder sehr häufiger oder seltener Urinabsatz.
  • Entzündungen im Mundraum, abgebrochene Zähne, Zahnstein, starker Mundgeruch.
  • Blasses bis weißes Zahnfleisch und Schleimhäute (Achtung: Kreislaufversagen droht!)

Natürlich solltest Du mit Deinem Dackel auch immer dann einen Tierarzt aufsuchen, wenn Dir irgendetwas seltsam oder nicht richtig erscheint. Oder Du vielleicht noch unsicher bist, was Du erst einmal zu Hause beobachten kannst und was nicht.

Dackeltypische Krankheiten – von Teckellähme bis Epilepsie

Krankheiten, die vor allem rassetypisch ihr Vorkommen finden, sind auch bei den beliebten Dackeln leider keine Seltenheit! Somit gehören:

  • Teckellähme
  • Harnsteine
  • Epilepsie
  • Cushing-Syndrom
  • Augenerkrankungen
  • Hauterkrankungen

zu den am geläufigsten und sehr häufig auftretenden Beeinträchtigungen.

Dackel Untersuchung Tierarzt
Dieser Dackel hat eine Ohren-Untersuchung beim Tierarzt.

Leichte bis sehr starke Ausprägungen werden beobachtet, die in ihren Verläufen sehr vielfältig sind.

Die Teckellähme, die eine deutliche Bewegungsstörung der betroffenen Hunde nach sich zieht, ist ein Bandscheibenvorfall der eine Knorpelwachstumsstörung (Chondrodystrophie) aufweist.

Harnsteine scheinen generell bei kleinwüchsigen Hunderassen mit einem Gewicht unter 15kg vermehrt aufzutreten.

Rüden erkranken hier häufiger als Hündinnen.

Epilepsie ist eine Störung des zentralen Nervensystems, die mit unvorhersehbaren Muskelkrampfanfällen und teilweise mit Bewusstseinsstörungen einhergeht. Die Diagnose erfolgt oftmals durch ein Ausschlussverfahren.

Eine hormonell bedingte Erkrankung des Hundes stellt das Cushing-Syndrom dar. Nicht wenige Hunde erleiden infolge ein Diabetes mellitus.

Augen- und Hauterkrankungen sind ebenso oft anzutreffende Leiden, die von leichten Beschwerden bis zur völligen Erblindung oder dem Komplettverlust des Haarkleides gezeichnet sind.

Erbkrankheiten

Erbkrankheiten bei Dackel
Welche Erbkrankheiten sind bei Dackel häufig vorzufinden?

Die Glasknochenkrankheit, PRA, NCL und Maligne Hyperthermie sind Erbkrankheiten, die für Teckel eine vordergründige Rolle spielen.

Tiere mit der Diagnose Glasknochenkrankheit werden grundsätzlich euthanasiert (eingeschläfert), eine verantwortbare Lebensqualität ist durch die extreme Zerbrechlichkeit von Knochen und Zähnen so gut wie ausgeschlossen.

Beide Elternteile müssen für die Weitergabe Anlagenträger sein.

PRA- (progressive Retina-Atrophie) wird auch als Netzhautschwund der Augen bezeichnet. Die Netzhaut stirbt auf beiden Seiten kontinuierlich ab und führt im Endstadium zur völligen Erblindung.

NCL (neuronale Ceroid-Lipofuszinose) äußert sich durch Einlagerung von Ceroid und Lipofuszin in die Nervenzellen, wobei das Nervensystem irreparabel zerstört wird. Es besteht keine Hoffnung auf Genesung, der Prozess endet mit dem Tod des Tieres.

Maligne Hyperthermie ist sehr heimtückisch, diese Form von Erbkrankheit kommt unter Anästhesie des Dackels zum Vorschein. Eine Stoffwechselstörung der Skelettmuskulatur kann bei Gabe bestimmter Narkosemedikamente ohne Gegenmaßnahme in kürzester Zeit zum Kreislaufzusammenbruch und Herzstillstand führen.

Hilfe, mein Dackel übergibt sich!

Es gibt zahlreiche eher harmlose Gründe, warum Dein Dackel sich womöglich übergibt. Dazu zählen:

  • Der Abstand zwischen den Mahlzeiten ist zu groß. Der Dackel erbricht gelbe Gallenflüssigkeit.
  • Angst / Stress
  • Welpen übergeben sich manchmal und fressen die Nahrung anschließend wieder. Dies ist unappetitlich, aber nicht bedenklich.
  • Dein Dackel hat eine Magenverstimmung und frisst Gras, welches Würgereiz auslöst. Nachdem sich der Hund übergeben hat, geht es ihm meist wieder gut.
  • Bei sensiblen Hunden kann zu kaltes Futter zu Erbrechen führen. Angebrochenes Futter aus dem Kühlschrank immer auf Raumtemperatur bringen, ehe Du es verfütterst.
  • Dein Dackel ist ein kleiner Gierschlund und verputzt seine Mahlzeiten im Nullkommanichts. Dadurch gelangt viel Luft in den Bauchraum.

Sind die Abstände zwischen zwei Fütterungen zu groß, so fülle den Napf einfach bereits ein wenig früher. Du kannst die Gesamtmenge auch auf mehrere Mahlzeiten aufteilen. Fütterst Du einmal, biete stattdessen zweimal einen gefüllten Napf an. Bei zwei Fütterungen kannst du eine kleine dritte Zwischenmahlzeit füttern.

Im Handel gibt es außerdem spezielle Näpfe, welche die Nahrungsaufnahme verlangsamen und Deinen Hund so am Schlingen hindern können.

Natürlich gibt es auch krankheitsbedingte Gründe für Erbrechen beim Dackel. Weshalb Du Deinen Hund immer genau beobachten solltest. War es nur eine kleine Magenverstimmung oder Hunger, so bleibt es oft beim einmaligen Übergeben. Erbricht Dein Dackel hingegen gleich mehrmals oder länger als 1-2 Tage, dann nichts wie ab in die Praxis.

Denn es könnten auch folgende Ursachen dahinterstecken:

  • Vergiftung
  • Diabetes
  • Magen-Darm-Probleme, wie Entzündungen
  • Parasiten
  • Tumore
  • Verschluckter und womöglich feststeckender Fremdkörper
  • Infektionskrankheit

Außerdem ist der Besuch beim Tierarzt angeraten, wenn:

  • Du Würmer im Erbrochenen siehst. Der Befall ist bereits sehr weit fortgeschritten, wenn dies geschieht, und sollte darum umgehend behandelt werden.
  • Dein Dackel Schwierigkeiten beim Atmen hat oder Du Atemgeräusche hörst.
  • Du Blut im Erbrochenen siehst.
  • Dein Vierbeiner dauernd würgt, aber einfach nichts kommt (Fremdkörper!).
  • Du eine Vergiftung vermutest.

Durchfall beim Dackel

Hat Dein Dackel auf seiner Gassirunde einmal etwas dünneren Kotabsatz, so musst Du Dir zunächst nicht allzu viele Sorgen machen. Es gibt viele harmlose Ursachen für Durchfall bei Hunden und oft handelt es sich um eine einmalige Angelegenheit oder ist spätestens nach 24-48 Stunden ausgestanden.

Zu den Ursachen für Durchfall zählen beispielsweise:

  • Abrupte Futterumstellung
  • Zu kaltes Futter (z.B. angebrochene Futterdose direkt aus dem Kühlschrank)
  • Stress oder ungewohnte Umgebung (bei sensiblen Hunden)
  • Parasiten (Würmer oft die Verursacher, manchmal findest Du auch Wurmeier oder Wurmteile im Kot)
  • Infektionskrankheiten
  • Futtermittelallergie
  • Sehr fetthaltige Speisen verursachen manchmal flüssigen Kotabsatz
  • Vergiftung

Wie kann ich Durchfall beim Dackel behandeln?

Was Du bei Durchfall tun kannst? Zunächst einmal solltest Du dem Dackel sein Futter entziehen und somit vorübergehend auf Nulldiät setzen. Dazu gehört auch, dass es keine Trainingsleckerchen gibt und auch keine Kausnacks zwischendurch.

Frisches Trinkwasser sollte aber selbstverständlich weiterhin jederzeit zur Verfügung stehen!

Hast Du Würmer im Kot entdeckt, kontaktiere den Tierarzt und hole eine Wurmkur für deinen Dackel in der Praxis ab. Danach ist der Spuk oft schnell vorbei.

Nach ein oder zwei Tagen kannst Du dem Dackel langsam leichte Kost anbieten. Dazu eignet sich Reis mit magerer Hühnchenbrust sehr gut. Du kannst auch ein paar Möhren klein schneiden und mitkochen, oder gibst eine Kartoffel hinzu. Wird der Kot wieder fester, kannst du langsam auf das normale Trocken- oder Nassfutter umstellen.

Ab wann muss der Dackel mit Durchfall zum Arzt?

Manchmal ist es aber besser, gar nicht erst 1-2 Tage abzuwarten. Zum Beispiel, wenn Dein Hund außer Durchfall noch andere Symptome hat. Dazu zählen beispielsweise Fieber, Erbrechen, Abgeschlagenheit, Teilnahmslosigkeit und Ähnliches.

Auch bei nachfolgenden Symptomen solltest du zügig mit dem Dackel in die Praxis fahren:

  • Blutiger Durchfall
  • Der Dackel wirkt sehr schlapp und krank
  • Dein Hund trinkt nicht und es droht Dehydrierung
  • Hohes Fieber
  • Sehr wässriger Durchfall
  • Sehr lange anhaltender und häufiger Durchfall
  • Wurmbefall
  • Vergiftung (auch wenn Du diese nur vermutest)
  • Mit Schleim über- oder durchzogener Kot
  • Dein Hund versucht, dauernd Kot abzusetzen, aber es kommt nichts

Ohrentzündung – Ein Fall für den Tierarzt

Der Dackel hat Schlappohren und darum ist es wichtig, seine hübschen Lauscher hin und wieder genau zu inspizieren. Denn vor allem bei hängenden Hundeohren, ist eine gute Ventilation oft nicht gegeben. Dies kann, insbesondere in Kombination mit Feuchtigkeit, ein hervorragendes Milieu für Pilze und Bakterien sein. Auch Milben machen es sich gern in den Hundeohren gemütlich, was zu erheblichen Beeinträchtigungen führen kann.

Ein Hund, der mit Ohrproblemen zu kämpfen hat, ist unter anderem an diesen Symptomen zu erkennen, die einzeln oder in Kombination auftreten können:

  • Kratzt sich viel und ausgiebig die Ohren.
  • Reibt das Gesicht am Sofa oder über einen Teppich.
  • Schüttelt auffallend viel den Kopf.
  • Hat sich mitunter schon blutig gekratzt, was weitere Infektionen zur Folge haben kann (durch die entstehenden Wunden).
  • Der Dackel hält seinen Kopf schief.
  • Er hat Gleichgewichtsstörungen oder wirkt orientierungslos.
  • Oft riechen die Ohren unangenehm.
  • Du siehst viel Ohrenschmalz im Gehörgang und drum herum.
  • Du findest krümeliges Sekret in der Ohrmuschel.
  • Das Ohr wirkt geschwollen.
  • Du siehst Verletzungen oder Entzündungsherde, womöglich schon mit Eiterbildung.
  • Das Dackelohr wirkt gerötet.
  • Dein Hund ist berührungsempfindlich, wenn Du ihm die Ohren kraulen willst.

Bei Ohrproblemen solltest Du gar nicht erst versuchen, Deinem Vierbeiner allein zu helfen. Besser wäre es, Ihr geht sofort zum Tierarzt. Dieser kann die Ursache für die Entzündung schnell ausmachen und eine entsprechende Therapie einleiten.

Denn Gründe für Ohrprobleme beim Dackel gibt es viele:

  • Allergische Reaktionen (z.B. auf Insektenstich)
  • Verletzungen (unbehandelt oder unentdeckt)
  • Bakterien
  • Fremdkörper
  • Parasiten (vor allem Zecken und Milben, aber auch Flöhe machen es sich dort gern bequem)
  • Pilze durch gute Wachstumsbedingungen (Feuchtigkeit und schlechte Belüftung)
  • Verstopfte Gehörgänge (hervorgerufen beispielsweise durch zu viel Ohrenschmalz)

Der Tierarzt wird das Ohr gründlich untersuchen, reinigen und desinfizieren und anschließend ein passendes Medikament verabreichen. Normalerweise musst Du nötige Folgebehandlungen noch ein paar Tage zu Hause selbst weiterführen und dann ist die Entzündung durchgestanden.

Wie kann ich meinen Dackel vor Ohrproblemen bewahren?

Untersuche einmal am Tag kurz die Ohren Deines Dackels. Zum Beispiel abends beim gemeinsamen Kuscheln auf dem Sofa. Achte auf erste Krankheitsanzeichen, wie Rötungen oder Kratzer. Natürlich sollest Du auch das Verhalten Deines Hundes im Auge behalten. Schüttelt er sich viel? Wirkt er unruhig und kratzt permanent am Kopf?

Sind die Öhrchen schmutzig, reinige diese mit einem weichen Lappen (für jedes Ohr einen) und feuchte ihn ein wenig an, wenn es sich um hartnäckigen Dreck handeln sollte. Natürlich solltest Du hinterher alles gut abtrocknen. Dies gilt übrigens auch, wenn Du mit Deinem Hund im Regen spazieren warst oder er gebadet wurde.

Benutze niemals Ohrenstäbchen zur Reinigung. Hier besteht Verletzungsgefahr, sollte sich der Dackel beispielsweise plötzlich bewegen und Du säuberst gerade den Gehörgang. Auch das Tuch nie in den Gehörgang hineinschieben. Sondern immer von dort zum äußeren Rand der Ohrmuschel wischen.

Bei viel Ohrenschmalz helfen spezielle Ohrlotionen aus dem Fachhandel oder aus der Tierarztpraxis. Diese werden in die Lauscher eingeträufelt und anschließend sanft einmassiert. Danach wird sich Dein Dackel schütteln und Ohrenschmalz, Dreck und Lotionsreste so nach draußen befördern. Die Ohren hinterher noch gut abwischen und fertig.

Ab wann hat mein Dackel Fieber?

Jeder Hund hat eine ganz persönliche Normaltemperatur. Diese liegt irgendwo im Bereich zwischen 37,5 und 39 °C. Um diese Normaltemperatur zu ermitteln, solltest Du bei Deinem Dackel ab und an Fieber messen, wenn er vollkommen gesund und entspannt ist. Und keinesfalls nach Bewegung oder Aufregung. Notiere Dir die Temperatur (zum Beispiel im Erste-Hilfe-Set für Deinen Hund), so hast Du diese zum Nachsehen immer griffbereit. Bei zwei Hunden musst Du natürlich die individuelle Temperatur für beide ermitteln.

Zwischen 39 und 40 °C hat Dein Dackel mildes Fieber. Hat Dein Hund jedoch eine Normaltemperatur von 39 °C oder er hat sich gerade körperlich sehr verausgabt oder war erregt/gestresst, kann er vorübergehend auch eine leicht erhöhte Temperatur aufweisen.

Ab 40 °C wird von richtigem Fieber gesprochen. Manchmal zeigen die Vierbeiner dann auch, dass es ihnen nicht gut geht. Du erkennst Fieber außer durch das Messen aber zusätzlich an folgenden Symptomen:

  • Die Ohren Deines Hundes fühlen sich warm/heiß an
  • Beim Streicheln bemerkst Du eine erhöhte Temperatur
  • Der Dackel hechelt viel
  • Vermehrtes Trinken kann auf Fieber beim Dackel hinweisen
  • Der Hund döst viel, ist schlapp und träge

Ab 41 °C hat Dein Dackel hohes Fieber. Hält dies über einen längeren Zeitraum an, kann dies kritisch werden. Hier sollte mit Medikamenten eine Fiebersenkung eingeleitet werden.

Zeigt das Thermometer eine Temperatur nahe der 42 °C Marke, musst Du umgehend handeln und Deinen Dackel schnell zum Tierarzt bringen. Solch hohes Fieber ist immer ein absoluter Notfall! Ab 42 °C klumpen nämlich die Eiweiße im Körper und können den Tod zur Folge haben (Gleiches gilt übrigens auch für den Menschen).

Ganz wichtig: Dein Dackel sollte bei Fieber viel trinken. Oftmals machen die Vierbeiner aber genau dies nicht. Wenn Du ihn überzeugen willst, kannst Du ein wenig Hühnerbrühe anbieten, Du feuchtest sein Trockenfutter etwas an oder gibst ihm eine Portion Nassfutter.

Verweigert er auch dies, so muss der Tierarzt den Flüssigkeitshaushalt gegebenenfalls mit Infusionen wieder stabilisieren.

Hättest Du es gewusst?
Welpen haben mit 39,5 °C eine etwas erhöhte Normaltemperatur und somit keinesfalls Fieber.

Fiebermessen beim Hund

Trainiere das Fiebermessen schon im Welpenalter und Du hast später im Krankheitsfall Deines Dackels weniger Probleme. Ist dein Vierbeiner sehr wehrhaft oder schnappt sogar, so ist es ratsam, ihn anzubinden und evtl. einen Maulkorb tragen zu lassen. Du kannst Dir auch von einer zweiten Person helfen lassen.

  • Halte die Rute des Dackels nach oben und führe das leicht gefettete Thermometer ein. Du kannst es auch mit Wasser gleitfähiger machen.
  • Gut bewährt haben sich Kinderthermometer mit einer flexiblen Spitze. Hier ist das Verletzungsrisiko geringer.
  • Rede beruhigend auf Deinen Hund ein, warte auf den Signalton und lese die Temperatur ab.
  • Desinfiziere anschließend das Thermometer oder verwende Wegwerfhüllen.
  • Ab 40 °C solltest Du den Tierarzt fragen, ob Ihr vorbeikommen sollt.

Vergiftung beim Dackel

Hat Dein Dackel etwas gefressen, was ihm nicht bekommt, solltest Du nicht lange fackeln, sondern umgehend zu einem Tierarzt fahren. Packe Deinen Hund warm ein und verabreiche ihm Aktivkohle, falls Du die Dosierung kennen solltest. Führe kein Erbrechen herbei, da dies oft mehr zusätzlichen Schaden anrichtet, als zu helfen.

Nimm den Giftköder oder eine Probe der gefressenen Substanz mit. Nicht mit den Händen anfassen! Benutze einen Handschuh oder im Notfall einen Kotbeutel. Am besten, Du oder eine Begleitperson ruft noch von unterwegs an und schildert den Vorfall. So ist beim Ankommen in der Praxis das Team vorbereitet und Ihr werdet als Notfall bevorzugt behandelt. So geht keine wichtige Zeit verloren.

Nicht immer wird der Hund aber dabei beobachtet, wie er etwas Verbotenes hinunterschlingt. Zudem entstehen manche Vergiftungen schleichend und über einen längeren Zeitraum hinweg. Rattengift zeigt seine Wirkung beispielsweise manchmal erst Tage später. Da denkt kaum ein Halter an eine Vergiftung, wenn der Dackel plötzlich Erbrechen muss oder Unwohlsein zeigt. Auch bei falscher Ernährung können sich langsam Krankheitsanzeichen bemerkbar machen. Und es gibt viele Lebensmittel, die für Hunde nicht geeignet sind (Siehe Ernährung/Futter).

Was sind typische Symptome für eine Vergiftung?

  • Dein Hund speichelt extrem
  • Der Dackel hechelt ungewöhnlich viel, obwohl es nicht sonderlich heiß ist
  • Schaue dir das Zahnfleisch an. Ist es sehr blass oder fast schon weiß droht dem Hund Kreislaufversagen!
  • Würgen und/oder Erbrechen
  • Dein Dackel zittert oder hat Krämpfe
  • Hörst Du Atemgeräusche oder hat der Hund Schwierigkeiten zu atmen?
  • Der Puls rast oder ist zumindest beschleunigt
  • Der Dackel ist bereits bewusstlos
  • Beim Fiebermessen stellst Du eine Untertemperatur fest
  • Es finden sich Blutbeimengungen im Urin oder auch im Erbrochenen

Wie bleibt mein Dackel lange gesund?

  • Kaufe den Dackelwelpen nur bei einem seriösen Züchter, der Gesundheitsvorschriften einhält und seine Zuchttiere auf Erbkrankheiten testen lässt.
  • Füttere hochwertiges und gesundes Futter (keine Tischreste) und stelle frisches Trinkwasser breit.
  • Übergewicht macht krank und sollte darum unbedingt vermieden werden.
  • Dabei hilft auch ausreichende Bewegung und Beschäftigung.
  • Laste den Dackel ebenfalls mental aus, das hält den Geist beweglich.
  • Sorge für Familienanschluss und ausreichend Sozialkontakte zu anderen Vierbeinern.
  • Erziehe Deinen Hund! Sitzen die Basiskommandos, so können diese durchaus vor Gefahrensituationen schützen (Abrufbarkeit oder Bei-Fuß-Gehen bei hohem Verkehrsaufkommen, Befehl „Aus“ bei Giftködern usw.)
  • Transportiere Deinen Vierbeiner niemals auf den Schoß, wenn Ihr Auto fahrt, sondern benutze eine sichere
  • Transportbox oder schnalle ihn mit einem Hundegurt an.
  • Mache Dein Zuhause (auch Balkon und Garten) hundesicher.
  • Schließe die Grundimmunisierung ab und halte Auffrischtermine ein.
  • Entwurme und entflohe Deinen Dackel regelmäßig und natürlich immer dann, wenn ein Befall entdeckt wird.
  • Sorge für eine ausreichende Dackelpflege und achte bei der Beautybehandlung auf Krankheitsanzeichen, wie Fellprobleme, Knubbel unter der Haut usw.
  • Gute Zahnpflege kann Zahnstein und daraus resultierenden anderen Krankheiten zuverlässig vorbeugen.
  • Wasche und pflege das Zubehör Deines Dackels, wie Fressnäpfe, Leinen, Transportbox, Hundebett, Bürsten und Ähnliches.
  • Sortiere beschädigtes Spielzeug umgehend aus und lass den Dackel nicht mit ungeeigneten Dingen spielen (Stöckchen, Tennisbälle, Socken, …)

Die Hausapotheke – für kleine Blessuren gewappnet

Für kleine Unfälle und Unachtsamkeiten empfiehlt es sich immer, eine kleine Hausapotheke zu Händen zu haben!

An Verbandsmaterial wie Mullbinden, Mullkompressen, sterile Tupfer, Pflaster und Schere, sollten dabei in keinem Fall gespart werden. Einmalhandschuhe bieten bei der Behandlung einen guten Dienst.

Schnell hat sich der Vierbeiner eine achtlos liegen gelassene Scherbe in die Pfote getreten oder sich an einem scharfkantigen Gegenstand geschnitten.

Pinzette und Zeckenzange bzw. Zeckenhaken zum Entfernen diverser Fremdkörper und unerwünschten Begleitern ist gleichermaßen unerlässlich.

Zeckenzange Zeckenhaken
Eine Zeckenzange oder ein Zeckenhaken wie in diesem Bild gehören als Grundausstattung in jeden Hundehaushalt.

Octenisept ist vor allem hilfreich beim Desinfizieren kleinere Wunden, welche anschließend mit Bepanthen weiter versorgt werden.

Ein Kühlakku verhilft rasche Linderung bei leichten Verbrennungen und nach Insektenstichen.

Ebenfalls gehören Einwegspritzen zur Wundspülung und zur Gabe von Medikamenten, sowie ein taugliches Fieberthermometer dazu.

Fremdkörper im Mund oder in der Pfote können gut mit einer kleinen Taschenlampe und einer Lupe untersucht werden.

Damit sich der Hund nicht selber beisst ist manchmal ein Maulkorb sinnvoll.

Für die Reiseapotheke sollten noch die nötigen Notfallmedikamente, eine Decke und Tabletten gegen Reiseübelkeit ergänzt werden!

Hier findest Du die Hausapotheke als Checkliste:

  • Einwegspritzen
  • Kühlakku
  • Tabletten gegen Reiseübelkeit
  • Pinzette
  • Maulkorb
  • Zeckenzange
  • Fieberthermometer
  • Mullbinden und Verbände
  • Schere
  • Pflaster
  • Bepanthen
  • Einmalhandschuhe
  • Desinfektionsmittel
  • Tasschenlampe
  • Lupe

 

Was gehört noch in die Hausapotheke? Welche Erfahrungen hast Du mit Dackelkrankheiten gemacht?

 

Dieser Beitrag hat 8 Kommentare

  1. Diese Beschwerden hatt mein Walther von 8 Jahren auch. Zuerst dachte ich- Erkältung. Nach der Untersuchung beim Doc kam heraus er hatte Husten und noch was am Herzen. Eine 2te Untersuchung war nötig- Ultraschall vom Herzen. Die Klappen konnten sich nicht mehr ganz schliessen. Dies wurde mit Tabletten behandelt und es geht ihm gut. Natürlich ist er nicht so fit , wenn er nicht mehr laufen kann, setzt er sich hin. Die Tabletten haben den Inhaltsstoff Enalapril und müssen auf jedenfall vom Arzt verschrieben werden, Hausmittel und Geheimtipp helfen da nicht. Die Untersuchung kostete so 200€ und die Tabletten so 10€ im Monat. Gute Besserung für den kleinen Bruno, diese Sache läßt sich gut mit Medikamenten behandeln. martina.riehl101@gmail.com

  2. Liebe Dackelfreunde, unser Kurzhaardackel Mingo erlitt vor ca 4 Wochen multible Bandscheibenvorfälle. Er litt sehr, lag nur noch und zitterte. Nur traurig. Nach dem CT in einer sehr guten Tierklinik in RV mit Untersuchung des Verlaufs des Nervenwassers im Rückenmark das Ergebnis: Konservative Behandlung mit Schmerzmittel. Obwohl er ein Bein nachzog und buckelig lief: Die Besserung kam in Sicht!!! Ich konnte es nicht glauben und das alte Sprichwort meiner Grossmutter kam mir in den Sinn: “ Totgeglaubte leben länger“. Mit einer Viertel Tablette Schmerzmittel vom TA maschiert der Kerle locker 2h Std. am Tag, allerdings bei Minusgraden mit dem Hundemantel. Es lohnt sich bei einem Hund mit der Diagnose nicht aufzugeben. Gut, die TA Rechnung mit 1300 Euro war kein Schnäppchen, aber was solls, das ist er mehr als Wert. Denn: „Dackel machen glücklich“

    1. Was für eine tolle Geschichte! Das freut mich sehr für Mingo! Klasse!

    2. das kann ich nur bestätigen, unser Ingo hat mittlerweile die Kosten eines Kleinwagens verursacht, aber das ist egal, er ist jetzt auch noch inkontinent, aber da gibt es Rüdenwindel, und so geht es immer noch weiter, wir lieben ihn sehr, er hat uns mittlerweile 13 Jahre unseres Lebens begleitet, nun bin ich an Leukemie erkrankt und ich hoffe, daß ermich auch hier noch lange Zeit begleiten kann, denn man kann alles besser ertragen mit einem Hund, der einen bedenkenlos liebt.

      1. Hallo Erika,

        Ihr Dackel hat wahrlich Glück, Sie als Besitzerin zu haben. Es gibt genügend Menschen, die nicht bereits sind, hohe Behandlungskosten für den eigenen Hund zu bezahlen. Schön, dass Sie Ihren Ingo so umsorgen und lieben. Schließlich ist so ein Dackel doch viel mehr als nur ein Haustier, oder?

        Wir wünschen Ihnen eine rasche Genesung und viel Kraft beim Kampf gegen Ihre Krankheit. Hoffentlich bleibt Ingo noch lange an Ihrer Seite und kann Sie dabei unterstützen.

        Alles Liebe,
        Vanessa

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